Archiv für Mai 2009

Hausmannskost

Die NRW Liga (5.) rief am Sonntag Nachmittag.
Genauer gesagt der Laumeskamp in Delbrück. Vorbei an allem was das schöne Ostwestfalen hergibt: Grüne Wälder, Radarkontrollen, Lippe See ist das Stadion nur ein bisschen mehr als einen Steinwurf vom neuen Betonklotz in Paderborn entfernt.
Die Sportfreunde aus Siegen waren heute zu Gast. Grund für mich zusammen mit Ina dort den sonntagnachmittäglichen Ausflug zu verbringen.

Durch frühzeitige Ankunft konnten wir uns einen optimalen Überblick über die Anlage verschaffen, bis wenige Minuten vor Anpfiff der Gästesektor beflaggt wurde. Bis auf vereinzelte „Siegerland“-Rufe war akustisch das Spiel über nichts zu vernehmen. Ganz schwacher Auftritt. Ob es an den erhöhten Temperarturen lag und der Tatsache, dass es im Gästeblock weder Getränke noch Essen zu kaufen gab weiß ich nicht, jedenfalls wurde jeder einzelne Siegern vonm Ordnern zum Bierpils auf der Heimseite eskotiert. Das nenne ich mal Gastfreundschaft. Neben uns hatten sich die Siegener SKB positioniert und wir konnten deren Smalltalk lauschen.
Alles in allem geht es sehr beschaulich zu um den Sportplatz. Angefangen beim Merchandising, Pressekonferenz oder Versorgung.
Das Spiel war wohl eher eines der besseren Sorte. Der Siegener Keeper musste mit rot vom Platz, dennoch gelang der 1:2 Auswärtserfolg. Der Delbrücker SC fristet im übrigen ein tristes Dasein als Tabellenletzter. Als „Fundstücke“ in Liga 5 sicherlich Namen, die dem ein oder anderen noch bekannt sein dürften, wenn sie Joseph Laumann oder Daniel Cartus hören.
Eine Hoppernase aus dem nordhessischen Raum, die dem schwatzgelben Lage zuzuordnen ist, konnte ebenfalls gesichtet werden.
Alles in allem ein ruhiger, entspannter Sonntagsausflug, bei dem der Siegener Anhang auf ganzer Linie enttäuschte.

Im Laufe des Tages verdichteten sich die Infos, dass die Jungs von der Ostsee einen Aufenthalt in Kassel haben würden.
In den Abendstunden schaute ich daraufhin am Bahnhof vorbei. Zu meiner, aber vor allem der Verwunderung der Bundespolizei, stiegen die Jungs bereits in Wilhelmshöhe aus, so wurden Getränke und Nahrung, nein nicht für den HRO Action Mob, sondern für die Kollegen in blau/grün eingepackt und der Bahnhof gewechselt. Ich tat dem gleich, konnten die 20 Hanseaten nicht alles gewesen sein, die die Weiterfahrt per WET antraten.
Zudem gab es Informationen, dass es bereits in den frühen Morgenstunden ein Zusammentreffen von Unionern auf dem Weg nach Emden mit dem Hansa-“We-love-WET“ Mob gegeben hatte.
Gleis 3, Wilhelmshöhe. Hansa ist da! Altbekannte Taktik, mit der die ICE Ticktes „gelöst“ wurden. Das bringt die örtlichen Wachtmeister auf Trab und auch der Begleitservice hatte sein Tun. Folge: Über eine Stunde Verspätung für den ICE nach HH-Altona, aufgebrachte Fahrgäste auf der Rückreise vom langen Wochenende und ein Hansahaufen von etwa 250 Mann, der in „Nicht-Abstiegs-Feierlaune“ war und die Heimreise per ICE, so doch gleich um ein paar Stündchen verkürzte. Saubere Arbeit, gelebter Zusammenhalt und Ziel erreicht indem den Jungs sogar 2-3 „Sonderwaggons“ zur Verfügung gestellt wurden.

Fakten:
24.05.09 Delbrücker SC – Sportfreunde Siegen 1:2
Eintrittspreis: 4 €
kulinarisch top: Apfelschorle 1,80 € (Becher inkl.)
Zuschauer/Gästefans: 152 / ca. 50

Merguez toujours!

Bonsoir,
es ist nur eine Brücke die es zu überqueren gilt um sich im Land unserer französischen Nachbarn im Elsaß zu befinden.
Nur ein paar Kilometer Luftlinie und doch fühlt man ziemlich schnell die Mentalität auf der anderen Rheinseite.
Auto abgestellt und ein wahres Urlaubsgefühl stellt sich ein.



Die Kilometer waren problemlos abgerissen, der Stau war auf der anderen Seite, nämlich bei den Leuten die zum Gleichstrom/Wechselstrom Konzert anreisten, was am selbigen Abend am Hockenheimring stattfand.
Das letzte Saison-Heimspiel von Racing Straßbourg stand also auf dem Programm. Wenn die anderen mitgespielt hätten, hätte man den Aufstieg schon klarmachen können. Entsprechend groß war der Andrang, Kartenkauf war aber kein Problem. 5 € für den Steher an der Seitenlinie ist wirklich ein fairer Preis! [20 593 spectateurs]
Auf dem Weg hatte ich schon einen Doppeldecker mit Berliner Kennzeichen überholt – na, wo die wohl hinwollten, schließlich spielt am heutigen Samstag die Hertha beim KSC und so nutzte das Trio das Wochenende zum lustigen gegenseitigen Besuchen.
Das Intro in Form eines „Meinau Casino“ wusste zu gefallen, inkl. „Jackpotleerung“, und der Block unter Federführung der UB90 legte auch gleich los. Im Stadion selbst schlichen immer wieder junge Deutsche mit „Armata Fidelis“ Schriftzügen oder „Clownsmasken“ auf den Pullis herum, so auch in meinem Dunstkreis zum Intro. Photomafia allez!
Danach kümmerte ich mich erstmal ums Kulinarische.
Ein kulinarischer Hochgenuss zusammengefasst in einem Namen „MERGUEZ“. 5 scharfe, rötliche Würstchen aus Hammelfleisch im Baguette mit Ketchup! Eine arabische Spezialität! Ohlala! Superb! Tolle Wurst! :-)

Das Spiel verlief eher auf mäßigem Niveau und der Tabellenletzte Stade Reims ging sogar in Führung, verlor aber letztendlich 2:3 gegen die Hausherren. Gäste, rund um die UR‘ 95, waren auch da, allerdings hingen die Remois nach Querelen und kurzem Meinungsaustausch mit der Gendamerie die schöne Zaunbeflaggung wieder ab und waren akustisch und optisch nicht mehr zu vernehmen.
Leider patzte das bereits aufgestiegen Lens, und so blieb die Megaparty aus! Trotzdem schwappte die „LaOla“ mehrmals durchs rund, mehrere „Aux armes“ wurden vom ganzen Stadion inbrünstig gesungen. UB90 überzeugten mit kollektiver Geschlossenheit, was Mitmachquote angeht, z.B. beim „Mit-dem-Rücken-zum-Spielfeld-hüpfen“ oder Schalparaden. Dazu ständige Fahnenaktivität im Block.
In Halbzeit 2 kam ich mit Rolli Fahrer Dominique ins Gespräch, der schon im gesetzteren Alter war und beruflich Übersetzer in juristischen Dingen. Er konnte mir viele viele interessante Infos rund um Straßbourg, Fanszene, Stadion und Spieler geben. Ein sehr netter Zeitgenosse, der mir auch gleich seine Visitenkarte gab, um mich zu melden, falls ich mal wiederkommen würde zu einem Ligue 1 Topmatch oder Derby. Darauf komme ich doch gern zurück, aber auch sonst war es eine tolle kurzweilige Unterhaltung! Merci dafür! Nach Abpfiff und dem Aufstieg, der nur noch theoretisch den Straßbourgeois zu nehmen ist, erleuchtete allerlei pyrotechnisches Material den Himmel – ein gelungener Abschluss!
Zurück ging es zum Auto und um 2.45h erstrahlte „Kassel by night“ von der Autobahn und ich war wieder in heimischen Gefilden!
P.S. Was für die Ohren: Ska/Reggae von den „Mighty Vibez“ !!! Absolut empfehlenswert! 4:08h Kurzbericht fertig. Bonne nuit! ;-)
Fakten:
22.05.09 Racing Straßbourg – Stade Reims 3:2
Eintrittspreis: 5 €
kulinarisch top: Merguez 4,50€
Zuschauer/Gästefans: 20593 / ca. 150


The drug ist football!

Hej,
die Chancen stehen nicht schlecht, dass demnächst die Veröffentlichung von Salsiccia No. 12 ansteht (Premiere „ohne mich“).

Ein fleißiger Mitfahrer hat sich am gestrigen Abend mit Schreibzeug und Block bewaffnet samt Reisegrüppchen vom Hautbahnhof auf Richtung Schweden, genauer gesagt zum Göteborger Derby und Fußball in der schwedischen Hauptstadt aufgemacht. Mir blieb nur das „Hinterher-Winken“ übrig!
Man darf also gespannt sein, was die 4 Droogies zu berichten haben.
Nur so viel sei schon mal gesagt: Die „LCH“ Fahne wurde im Düsseldorfer Kleiderschrank vergessen, es ist nicht so einfach an schwedischen Feiertagen von STHLM nach GBG zu reisen und 8 Stunden Überlandbusfahrt am Vatertag ist für 4 junge, motivierte Herren doch genau das Richtige!

Ich werde derweil am freitäglichen Brückentag einen Abstecher ins schöne Elsaß machen um mich vor Ort von den Künsten der Jungs rund um UB90 Straßbourg & Atzenfreunde überzeugen zu dürfen. Sonntag sieht es bisher -bei schönem Sonntagsausflugswetter- nach Delbrück aus, wo die Sportfreunde aus Siegen gastieren!

Cheers, mates!

Nachtrag:
Salsiccia Nummer 12 ist mittleweile draußen! Beziehbar über Flo für den bekannten Adressatenkreis!

Umzug!

Cheers lads,
Salsiccia hat ein neues Zuhause und erscheint in neuem Glanze.
Pflegeleicht & aktueller denn je! Blogsport at it’s best!
Nach und nach wird sich der Blog mit Leben (und Farbe) füllen. Einfach immer mal reinschauen – und/oder mitbloggen!
Eine Downloadmöglichkeit für bisherige Ausgaben wird es allerdings auch hier nicht geben, sondern nach wie vor nur per Mail!

Jan