Archiv für Dezember 2009

Bedankt, Kerstmann!

Der belgische Weihnachtsmann war da und hatte leckere kulinarische Spezialitäten im Gepäck!
Und da der „Culinaria“ Teil im „Salsiccia“ ja nicht zu kurz kommen darf, wird zum Jahresende noch das ultimative Saucen-Highlight aus den BeNeLux-Staaten gewürdigt! Die legendäre „Samourai-Sauce“ !
Die Belgier wissen halt wie man richtig Pommes aka „Fritjes“ zubereitet.

Darf’s noch ein bisschen mehr sein, mh?

11 Freunde müsst ihr sein…

Philipp Köster und seine 10 Freunde scheinen aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht zu sein.
Anders kann ich mir den positiven Trend in der Berichterstattung bezüglich Themen, die hauptsächlich die immer noch anwachsende und polarisierende Ultra‘-Bewegung betreffen, nicht erklären.
Erneut hat es das Thema sogar auf das Titelcover geschafft – und das sogar mit recht provokantem Titel.

Inhaltlich werden, in der Szene bereits bekannte, Beispiele angeführt, wie z.B. WOB in BI, FFM in Bremen oder der FCB beim Gastspiel in Duisburg.
Gerade das Verhalten der „üblichen Verdächtigen“ wie den Polizeiorganisationen (DPolG & GdP) sowie dem selbst ernannten „Fanforscher“ Gunter A. Pilz und deren Aussagen (siehe „Realitätsfremd“ hier im Blog) werden kritisch hinterfragt.
In kleinen Kästchen gibt es Infos zur GS-Datei bei der Zentralen Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS), dem Fanrechtefonds und dem Thema „Stadionverbot auf Verdacht“ (siehe BGH-Urteil).
Gerade was die GS-Datei mit über 11.000 Einträgen angeht wird im Artikel auf die undurchsichtige (zentrale/dezentrale) Pflege der Daten hingewiesen und die fehlende Aktualisierung vermeintlich veralteter Daten.
Auch der Trend zur personalisierten Abgabe von Auswärtstickets ist ein Thema.
Alles in allem sicherlich eine gelungener Überblick für all diejenigen, die sich nicht Woche für Woche mit den angesprochenen Thematiken auseinandersetzen (müssen) und noch stur & konsequent an die stets rechtsschaffende Exekutive glauben.
Meiner Meinung nach kann nur gezielte Aufklärung zu Solidarisierungseffekten führen und den Zusammenhalt in den jeweiligen Fanszenen stärken.

Daumen hoch! Weiter so!

Magazin:
http://www.11freunde.de/
„Fußballfans sind Verbrecher – oder: Wie Polizei und Justiz sie dazu machen wollen“, Januar 2010, Heft # 98

„Liebe hat eben auch Schattenseiten“

12. Dezember 2009 Der Kommunikationswissenschaftler und Psychologe Peter Schüngel vom Institut für Fußball und Gesellschaft (IFG) beschäftigt sich mit gesellschaftsrelevanten Aspekten des Fußballs. Der Wissenschaftler sucht nach seiner Eigenbeschreibung nach den Bedingungen für den mündigen Spieler, den mündigen Fan, den mündigen Präsidenten. Im Interview spricht Schüngel über die Liebe und Eifersucht besonders der Ultras, der treuesten der treuen Fans.

lesenswerter Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 12.Dezember 2009

ULTRAS SPEZIA dal 1974

Fanrechtefonds

BGH-Urteil: Verfassungsbeschwerde wird eingereicht
Fanrechtefonds unterstützt Bayern-Fan vor Bundesverfassungsgericht / Renommierter Verfassungsrechtler konnte für Fall gewonnen werden

Hamburg, 7. Dezember 2009 – Nach dem Urteil des V. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (BGH) bezüglich der Rechtmäßigkeit von Stadionverboten auf Verdacht reicht der Kläger nun Verfassungsbeschwerde ein. Der Fanrechtefonds unterstützt ihn weiterhin. Zudem konnte mit dem Stuttgarter Rechtsanwalt Prof. Dr. Rüdiger Zuck einer der renommiertesten Verfassungsrechtler als Anwalt des Klägers vor dem Bundesverfassungsgericht gewonnen werden.

Marco Noli, Anwalt des Fanrechtefonds dazu: „Wir halten die Rechtsstaatlichkeit und die Persönlichkeitsrechte des Klägers für verletzt und hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht dies ebenso sieht.“ Der BGH hat nach Ansicht des Fanrechtefonds, ebenso wie schon die Instanzen davor, den Grundsatz des fairen Verfahrens nicht berücksichtigt.

„Der Fanrechtefonds unterstützt den Kläger weiterhin, da verhindert werden muss, dass ganze Gruppen unter Generalverdacht gestellt werden“, so Philipp Markhardt, Sprecher des Fanrechtefonds. „Der BGH verlangt, dass der Betroffene selbst beweisen muss, dass er nichts gemacht hat. Das kann er allein deshalb schon nicht, weil die ‚Standardeinstellung’ eines Verfahrens nach § 153 StPO ihm keine weiteren Rechtsmittel erlaubt, der erwähnte Paragraf aber keine zwingende Aufhebung eines Stadionverbotes vorsieht. Der Fan ist in einer Zwickmühle, aus der er nicht mehr hinauskommt. Wenn allein die Einleitung eines Ermittlungsverfahren durch die Polizei für ein vom Verein verhängtes und bundesweit gültiges Stadionverbot genügen soll, dann gibt man praktisch der Polizei alleine die Macht über ein eigentlich zivilrechtliches Stadionverbot. Der Polizist hat also die alleinige Entscheidungsgewalt über ein zivilrechtliches Verhältnis zwischen Verein und Stadionbesucher. Wenn die polizeiliche Entscheidung nicht überprüft wird, sondern einfach nur hingenommen wird, ist somit der Willkür Tür und Tor geöffnet.“

Der Fanrechtefonds ruft weiterhin alle Fans zu Spenden auf, damit auch weiterhin Prozesse mit Signalwirkung und vorrangig natürlich erst einmal der Fall vor dem Bundesverfassungsgericht unterstützt werden können.

Quelle:
www.fanrechtefonds.de

Advent, Advent….

Die „Curva Fiesole“ (Colletivo Autonomo Viola 1978, Settebello) des Stadio Artemio Franchi (AC Florenz) zur Weihnachtszeit, Bild: Archiv