Archiv für Juni 2010

Diego & die Panzerknacker


Diego Maradona & Banda Bassotti

Southgate ’96

„Gareth Southgate stood on the spot
Couldn‘t believe the chance he got
He‘d be a hero with one toe punt
But sent it at the keeper oh what a cunt
SOUTHGATE‘S GOING HOME, HE‘S GOING HOME
SOUTHGATE‘S GOING HOME, HE‘S GOING HOME
SOUTHGATE‘S GOING HOME – OH NO HE‘S MISSED THE BUS
Should he hit to the left
Should he hit to the right
Don‘t really matter coz he was shite
That’s the way our luck goes
Couldn‘t see the ball coz of the size of his nose
If I score this it‘ll be a killer
Coz they won‘t let me at Aston Villa
Didn‘t take a run up for the kick
Even me mum thinks I‘m a prick
DANCE NOW WHATEVER YOU WILL BE
BUT HE MISSED THE FUCKING PENALTY
SO WE SMASHED UP THE TOWN
WHEREVER WE MAY BE
COZ HE MISSED THE FUCKING PENALTY

Alles für die „Dritte Halbzeit“…

„Schicke Fanuntensilien“ gibt es hier *klick*

Verweisen möchte ich zudem auf den Vuvuzuela-Blog-Eintrag bei Hagel & Granaten

Sommer, Sonne, Bryggja

Recht kurzfristig entschieden wir uns für einen Spontan-Trip nach Belgien.
Sommer, Sonne, Erholung und etwas Fußball!

Bereits freitags machte sich also eine vierköpfige Autobesatzung auf Richtung Brügge.
Sicherlich auch etwas inspiriert durch den bekannten Film mit Colin Farell wollten wir uns mal persönlich einen Eindruck von der Stadt machen.
Die Hinfahrt stand ganz im Zeichen der WBUC, welche sicherlich in Belgien mit dem Zusammentreffen eines ungarischen Willi Betz Trucks ihren Höhepunkt fand. WBUC-Mob-Fotoaction, zum Erstaunen des ein oder anderen Brummi-Fahrers. Es kann eben nicht jedern hinter dem Steuer eines echten Willis sitzen. ;-)
Nach kurzer „Rundreise“ durch Holland und feinsten Melodien diverser belgischer Radiostationen, erreichten wir in den späten Abendstunden Brügge (altnordisch: „Bryggja“).
Kostengünstig in bahnhofsnähe das Auto abgestellt (24h = 2,50 €), kurz frisch gemacht und ab in die Altstadt. Anlaufpunkt war der „Eiermarkt“ -wo wir uns auch nach kurzem Altstadtrundgang nebst Nahrungsaufnahme in einer „Frituur“– niederließen. Die Getränkekarte in Belgien gibt so einiges her und von dem bekannten Kirschbier, über Pfirsich-Variationen bis hin zu extremen Starkbier-Braumischungen ist für jeden etwas dabei. Den Abend ausklingen bzw. den nächsten Tag begrüßen ließen wir in der „Cathedraak“ in der City, die wir erst wieder verließen als die Lichter angingen. Hier hatten es uns besonders die belgischen Schlager in den frühen Morgenstunden angetan. Großartig! ;-)
Der Rückweg zum Hotel zog sich verständlicherweise etwas hin, für reichlich Bespaßung war auf jeden Fall gesorgt.
Am nächsten Tag kurzer Zwischenstopp am Jan-Breydel-Stadion nebst kurzer Ground-Umrundung bei herrlichstem Sonnenschein.

Über Zeebrügge und Oostende ließen wir uns letztendlich in Blankenberge zum Mittagsessen und Strandbesuch nieder. Diese Idee hatte auch der ein oder andere Belgier an diesem Sommertag.

Am Nachmittag ging es zurück nach Brügge und wir checkten im Hotel aus zugunsten einer lebendigeren Hostel-Alternative („Charlie Rockets“) in der direkten Altstadt.
Eine Bootstour sollte uns vergönnt bleiben und die Nahrungsaufnahme stellte sich schwieriger als gedacht heraus.
Auch tagsbüber überzeugte die schöne, malerische Altstadt von Brügge voll und ganz. Schade, dass es zeitlich nicht für die „Brügge sehen …und sterben“-Sightseeing Tour gereicht hat.

Im Hostel und der integrierten Bar/Kneipe herrschte die gewünschte internationale Atmosphäre und so beobachteten wir mit allerlei Getränken versorgt das Treiben in den Gassen, setzten mehr oder weniger gekonnt zum Billardstoß an und ließen es uns gutgehen.

Die Bettruhezeiten gingen zu späterer (früherer) Stunde etwas auseinander und in strömendem Regen ging es am nächsten Tag mehr oder weniger fit (bei <1 Stunde Schlaf) hinauf zum Belfried, der sich zurzeit leider im Umbau befindet und entsprechend enttäuschte.
Zum Frühstück schmackhafte Waffeln und Pfannekuchen verspeist und etwas für die Daheimgebliebenen besorgt, bevor es auf die Rückreise ging.

Fußball gespielt wurde an dem Wochenende auch noch.
Wir hatten uns sicherlich eines der letzten Pflichtspiele der Saison 09-10 auf dem westeuropäischen Festland ausgesucht.
Genauer gesagt das Spiel um den Aufstieg in die Zweite Belgische Liga. Der Belgier mag es kompliziert und die Autobesatzung war sich teils im Unklaren um welch bedeutungsvollen Kick es sich handelt oder aber den Modus in dem gekickt wird.
Gespielt wurde im Stadion des Vereins R.A.A. Louviéroise, welcher 03-04 noch Auftritte auf der internationalen UEFA-Cup Bühne hatte. Die heutige Heimmanschaft des U.R.S. Centre greift für wichtige Partien gerne auf das Stadion des geschichtsträchtigen Nachbarn zurück – so auch an diesem Tag.
Das Stadion in La Louviere bietet Platz für ca. 13.000 Zuschauer und verfügt über eine in Belgien sehr seltene Laufbahn und ist umgeben von Wohnhäusern, die teilweise einen guten Einblick bieten und deren “Logen” tatsächlich von einigen Zuschauern genutzt werden.

Bis 2006 war der Klub noch in der erstklassigen Jupiler League zu finden, allerdings stellten sich im selben Jahr Verwicklungen in einen Wettskandal heraus, in dessen Turbulenzen den Abstieg der „Loups“ (dt. „Wölfe“) bis in die Drittklassigkeit zur Folge hatten.
Zu dem wichtigen Spiel über den Aufstieg von der D3 in die D2 waren die Gäste aus der Peripherie von Antwerpen zahlreich angereist. Allein 9 Gästebusse, des in 1998 fusionierten Clubs, fanden den Weg nach Süden in die Wallonie.

Das Hinspiel hatten die Gäste 1-0 für sich entschieden und bei einem Halbzeitstand von 3.3 im Rückspiel muss man glaube über die Spannung keine weiteren Worte verlieren.
Wir waren durchweg positiv überrascht: Vom Ground, vom Spielgeschehen und dem gebotenen Tifo – schließlich lag unsere Erwartungshaltung bei annähernd „0″ – ähnlich dürfte es einer weiteren gesichteten deutschen Hopperautobesatzung ergangen sein, die sich unweit von uns niedergelassen hatte.
Die Heimseite hatte massenweise Trommeln dabei (Fanclub „Red Birds“ ?) und die Supporter maschierten geradewegs zur Gegengerade – allesamt in den Vereinsfarben Rot-Blau.

Die Gäste hatten dafür recht gut beflaggt und neben blauem Rauch blitzten auch ein paar Bengalen in den Himmel.
Kulinarisch konnte nicht ganz überzeugt werden, aber die Hausherren waren ja nur „Gast“ am Tivoli – also sei ihnen das verziehen.
Die Eintrittskarten waren leider auch nur Abreißschnipsel, was aber im Nachhinein sicherlich zu verschmerzen ist.
Alles in Allem ein gelungener Abschluss des Wochenendes – mit obligatorischem Zwischenstopp an der bekannten Autobahn Frituur (siehe diverse Salsiccia-Printausgaben).
Bis zum nächsten Mal, Belgien!

Fakten:
06.06.2010 Union Royale Sport. Centre – Kon. Rupel Boom FC 4:4 (3:3)
Stadion: Stade du Tivoli (La Louvière)
Wettbewerb: Relegation zur EXQI-League (2. Belgische Liga)
Zuschauer/Gästefans: 2.800 / ca. 800
Eintrittskarte: 10 € Sitzplatz Haupttribüne
kulinarisch top:
Motto: Hauptsache fritiert! :-)

Neues von den Datensammlern…

Der Rechtsstreit um die «Hooligan-Datei» des Bundeskriminalamtes hat sich buchstäblich in letzter Sekunde erledigt. Just am Mittwoch, als das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die Zulässigkeit der Datensammlung entscheiden wollte, trat eine neue Rechtsverordnung des Bundesinnenministeriums in Kraft.

Datei Gewalttäter Sport auf rechtliche Grundlage gestellt

Am Freitag hat der Bundesrat einen Entwurf, der die umstrittene Sammeldatei Gewalttäter Sport auf ein rechtliches Fundament stellt, abgesegnet. In der Vergangenheit war die Datei als rechtswidrig befunden worden. Nun stimmte der Bundesrat zu, eine Warndatei aus den Daten zu generieren.

Mehr als 11.000 Personen sind mittlerweile, seit der Einführung der Datei Gewalttäter Sport im Jahr 2000, in der Warndatei gespeichert. Ein Urteil des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts brachte die Datei vor rund eineinhalb Jahren ins Wanken, denn das Gericht sah es als erwiesen an, dass die bisher geführte Datei auf keinerlei rechtlichen Grundlagen basiere. Kurz vor der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika und den geplanten Public Viewing-Möglichkeiten in den deutschen Innenstädten entsandte das Innenministerium einen Entwurf mit Eilbedürfnis an den Bundesrat, die Datei als Warndatei nach dem Bundeskriminalamtsgesetz zu führen. Auf eine Anhörung des Bundestages zur neuen Rechtsverordnung wurde vonseiten des Innenministeriums verzichtet.

Nach der neuen Rechtsgrundlage wird ein Eintrag in die Datei Gewalttäter Sport in „Personendaten von Beschuldigten und andere zur Identifizierung geeignete Merkmale“ und „weitere personenbezogene Daten von Beschuldigten und personenbezogene Daten von Personen, die einer Straftat verdächtig sind“ aufgeteilt. Unter Personendaten fallen Angaben wie Name, Spitzname, Schulabschluss, Beruf, Anschrift, gesprochene Dialekte, verfasste Texte, körperliche Merkmale und vieles mehr. Ist die erfasste Person einer Straftat verdächtig, werden unter anderem noch Punkte wie Angaben „zu verwendeten Kommunikationsmitteln wie Telefon (Festnetzanschluss oder Mobiltelefon), Telefax, E-Mail-Adresse, vom Beschuldigten betriebene Internetadresse, statische Internetprotokolladresse, dynamische Internetprotokolladresse und zugehöriger Zeitstempel sowie Dienstanbieter“, Vielfliegernummern oder Kontodaten und Finanztranskationen geführt. Den gesamten Entwurf gibt es als PDF-Datei auf der Internetseite des Bundesrates zum Download.

Quelle: Stadionwelt, 08.06.2010

Hier mal ein paar recht exklusive Einblicke in die „sagenumwobene“ Datei: