Archiv für Juli 2011

Heute gab’s Chassalla


Klare Ansage der Düsseldorfer Meute. Fahne hing aber aufgrund des Platzmangels aber nur bis zum Anpfiff.


„Chaos“-Intro der Kasseler Nordkurve, in Anspielung auf die Zustände und Querelen im Verein.
Es fiel bei der Heimseite die geringe Anzahl an Zaunfahnen auf. Wo waren die „Klassiker“ vergangener Tage (RWS 82 etc.) ?
Standortwechsel hin oder her. Die Nordkurve hatte einen schweren Stand verbal gegen die Düsseldorfer anzukommen und die eigene Kurve zum Mitmachen zu bewegen.


Dem Vorsänger wurde volle Bewegungsfreiheit ermöglicht. Ungewöhnlich, aber sinnvoll um den gesamten Sektor besser zu koordinieren.


Düsseldorfer mit entwendeter KSV-Fahne.


Hohe Mitmachquote und starker Auftritt des Fortuna-Anhangs.


Während des Spiels wurden auch die „Pufferblöcke“ für die Fans freigegeben.
Hier die Sicht auf die komplette Südkurve, dazu waren einige Fortunen auf der Süd- und Haupttribüne.


Ein gut besuchtes Spiel, mit kaum erkennbaren Lücken auf den Rängen. (hier: Ost)


Spruchband in Richtung der befreundeten Saarbrücker Szene und deren Stadionverboten.


„Chilly in Love“ – neu entdeckter Laden in Kassel. Der Schärfegrad hat mich direkt umgehauen. Keine Ahnung wieviel Scoville das waren.
Leider mit nur einer Bedienung an der Theke gnadenlos überfordert. Abzüge in der B-Note.

Fakten:
31.07.2011 17.30h KSV Hessen Kassel – Fortuna Düsseldorf 0-3
Stadion: Auestadion, Kassel
Wettbewerb: DFB-Pokal Saison 2011/12, 1. Hauptrunde
Zuschauer: 14.850 / ca. 5.000 Gäste
Eintrittskarte: 13,00 €, Sitzplatz Osttribüne (ermäßigt)
Beflaggung:
gezählte KSV-Zaunfahnen: 11 Stück
gezählte Fortuna-Zaunfahnen: 39 Stück
Culinaria: Die neue Hausmacher-Bratwurst im Stadion schmeckte wider Erwarten gut, dazu ein leckeres „Mailänder Brötchen“.
Vor dem Spiel ist der Besuch bei „Chilly in Love“ in Stadionnähe zu empfehlen, für die „schärfste Currywurst in town“

Fundstück

SGD vs. FCH


[Quelle: Festplattenarchiv]

- Elbflorenz erstrahlte bei bestem Wetter, eine tolle Stadt mit schöner, historischer Innenstadt und stilvoll rekonstruierten Gebäuden
- Dynamofans mit frühzeitigem Treffpunkt am Altmarkt
- Fanszene Rostock reiste mit selbst organisiertem Sonderzug von Fans für Fans an
- In der Nacht vor dem Spiel Sachschaden am „glücksgas-Stadion“. Der seit Donnerstag angebrachte Schriftzug wurde mit Teerbeuteln & Steinen bearbeitet. Pikant: Das 1926 eröffnete Georg-Arnhold-Bad in direkter Nachbarschaft zum Stadion, ist mit jüdischen Wurzeln ausgestattet.
- Dynamoblock zum Intro mit „Rudolf-Harbig-Stadion für immer und ewig“-Schriftzug , ansonsten mit durchaus gutem Auftritt besonders in der ersten Viertelstunde, hohe Mitmachquote im K-Block, schöne Klatscheinlagen und Schalparade, allgemein viel Bewegung/Aktivität im Block, dazu diverse Spruchbänder wegen personalisierten Eintrittskarten, für die Freunde aus Sarajevo und in Richtung den Gästen von der Ostsee. Leider konnte der Rest des Stadions auf den anderen 3 Tribünen viel zu selten mitgerissen werden.
- Gästefans ebenfalls mit gutem Auftritt. Zum Anpiff bunter Rauch garniert mit dem ein oder anderen Seenotsignallicht, geschlossener Auftritt und eher laute als melodische Gesänge und ein paar schöne Schwenker im Gepäck. Keine Gästefans außerhalb des Gästesektors erkennbar.
- Kulinarisch im Stadion nichts getestet wegen Kartenbezahlsystem, ebenfalls negativ für Kartensammler: die Hohe Anzahl an eTickets.
- Die Dresdner Spieler liefen mit dem unüblichen Aufdruck „Love Dynamo – Hate Racism“ auf, da Veolia Sponsor der SGD und zugleich vom FCH ist.
- Das Stadion ist schön in der Stadtmitte gelegen, kurze Wege und alles fußläufig abzugehen.

Fakten:
24.07.2011 15.30h SG Dynamo Dresden – FC Hansa Rostock 1-1
Stadion: Rudolf-Harbig-Stadion
Wettbewerb: 2. Bundesliga Saison 2011/12 (2. Spieltag)
Zuschauer: 29.189 / ca. 1.700 Gäste
Eintrittskarte: 24,00 €, Sitzplatz Gerade
SGD-Zaunfahnen: 64 (!!) [für mich erkennbare] + X
FCH-Zaunfahnen: 11 Stück
Culinaria: Augustiner an der Frauenkirche & für Liebhaber des „gehobenen Genusses“ & Insidertipp „Ackis Bierstuben“ ;-)

Papadopoulos frisst dich zum Frühstück

„Kyriakos Papadopouulos wollte schon immer mal Armdrücken mit den Ultras machen. Bei der „Blau-weißen Nacht“ am Sonntagabend in Neudauberg ergab sich eine perfekte Gelegenheit dazu. „Papa“ stemmte die Gegner komplett durch die Bank weg, obwohl die meisten Ultras nicht gerade die dünnsten Oberarme haben.“

Auszug aus dem Trainingslager-Tagebuch von Reviersport

Willi Betz Spiel 2.0

Für alle Fans des bekannten Autobahn-Klassikers , dem „Willi Betz Spiel“, gibt es seit letzter Woche technische Unterstützung.
Für alle Android-Betriebssysteme ist nun ein kostenloses App verfügbar, was das Zählen und Bepunkten noch einfacher macht.
Nie wieder Streitereien in der Karre wieviel Punkte es nun für die „Zugmaschine rot“ gibt und ob der Beifahrer schon 5x oder 6x den „zeitlosen Klassiker“ in blau-gelb gesichtet hat.

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Gotta catch `em all!

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„Testspielterror“: ΠΑΟΚ & The Dons

PAOK spielt in Düsseldorf, aufgrund des 15jährigen Geburtstages des dortigen PAOK Clubs – und die mitteleuropäischen Sektionen folgen dem Ruf der Schwarz-Weißen mit dem zweiköpfigen Adler („Dikefalos Aetos“) auf der Brust. Um die 30 Zaunfahnen schmückten die komplette Hintertortribüne des Gästesektors vom Flinger Broich (Paul-Janes-Stadion). Um nur mal einige, optisch erkennbar anwesenden zu nennen:
Düsseldorf, Troisdorf, Lüdenscheid, Gifhorn, Köln, Dachau, Duisburg, Hamburg, Aachen, Nürnberg, Gate 4 Zürich, Stuttgart, Brüssel, Solingen… (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

PAOK (Panthessalonikeios Athlitikos Omilos Konstantinoupoliton) wurde durch griechische Flüchtlinge aus Kostantinopel im Jahr 1926 gegründet. Eine enge Freundschaft pflegt die PAOK-Fanszene zu den „Orthodox Brothers“ aus Belgrad (Partizan) die dem gemeinsamen christlich-orthodoxen Glauben folgen.

Die TV-Live-Übertragung ins griechische Pay-TV versteht sich von selbst, einen eigens mitgebrachten Stadionsprecher gibt es auch und quasi „Volksfeststimmung“ bei den Griechen, so war auch die Stadionbeschallung teils auf die griechischen Gäste zugeschnitten (Vereinshymne etc.). Ob mit Reisebus oder Auto – alle Altersklassen waren vertreten, vom Kleinkind bis Rentner, aber alle natürlich in schwarz-weiß.
Es muss ja auch mal Dinge geben, über die sich der Grieche in 2011 freuen kann – fernab aller Finanzquerelen.

Die Karten für den Gästebereich ware schon länger in Eigenregie der Griechen ausverkauft und so bevölkerte PAOK im Endeffekt eigentlich alle Tribünenteile, was Düsseldorf aber nicht daran hinderte ebenfalls ein kleines, schickes Pyro-Intro auf der Nord zu präsentieren.
Oft waren aber auch Koexistenzen zu erkennen, sprich Griechen die sowohl mit der Fortuna als auch PAOK sympathisieren.

Bei PAOK schon weit vor Anpfiff die ersten Böller und Bengalen, der Stadionsprecher nahm es eigentlich recht gelassen und auch die Exekutive griff nicht ein und atmete locker durch die Hose. Warum eigentlich nicht immer so?
Ansonsten Wechselgesänge, mit Steh-/Sitzeinlagen, „Mit-Rücken-zum-Spielfeld-Hüpfen“ gabs auch, genau wie Trommeln, Papierrollen und den Capi auf den Zäunen sowie teils sogar vor dem Block auf dem Platz. Besonders gut, natürlich der Klassiker „PAOK ole oleo“ und ein mir bis dahin unbekanntes „Huh-Hah“ in staccato vorgetragen was ziemlich gut auf der anderen Seite ankam.
Beeindruckend ein weiblicher Capo auf dem Zaun, die immer wieder der Menge einheizte. Wow…

Entgegen der Aussagen der Ordner war kein Tribünenwechsel im Stadion möglich, sodass ich leider auf der „Nord“ verharren musste, wo es lediglich einen Getränke-Ausschank gab. Die Grillspieße/Grillfackeln gab es nur auf der Gegengerade, ebenfalls nur dort eine „95er-Bar“. Shit happens!
Wenigstens waren sie bei der Mitnahme von Kameraausrüstung und Co. sehr kooperativ.

Richtig sehenswert übrigens das Spiel der Fortuna, gekrönt durch ein schickes Tor per Hacke durch die Nr. 5 Assani Lukimya. PAOK wechselte zur Halbzeit das Team komplett durch.

Fakten:
09.07.2011 19h Fortuna Düsseldorf – ΠΑΟΚ Θεσσαλονίκη (PAOK Thessaloniki) 2-1
Stadion: Paul-Janes-Stadion (heute: „Kleines Toumba Stadion“ ;-)
Wettbewerb: Freundschaftspiel Saison 2011/12
Zuschauer: 5495 (mind. 50% Griechen)
Eintrittskarte: 8,00 €, Stehplatz ermäßigt
PAOK-Zaunfahnen: +/-30 Zaunfahnen
Culinaria: 3. Halbzeit im griechischen „Oberbilker Grill“ (Oberbilker Allee 101, Düsseldorf) – Highlight!
Musik-Top: Ganz stark „Santa Muerte“ das aktuelle Album der Düsseldorfer Band „Broilers“. Bisher eher kritisches darüber gelesen, aber meiner Meinung nach absolut hörbar und sowohl mit guten Texte als auch tanzbarem Sound. „Harter Weg“ wurde auch vor Anpfiff im Stadion gespielt.
Musik-Flop: Udo Jürgens in der Halbzeit brauchte kein Mensch. Diese Schublade hätte man auch geschlossen lassen können.
Verletzte durch Pyrotechnik: Fehlanzeige
Fazit: PAOK lohnt immer wieder. Letztes Jahr schon einen Kick in der Vorbereitung besucht, davor waren sie schon mal auf der Bieledelder Alm für ein Vorbereitungsspiel und man kann sich auf jeden Fall auf die Saisonvorbereitung 2012/13 freuen. Wird da nicht der Club PAOK Stuttgart 15 Jahre alt? :-)

Fakten:
09.07.2011 15.30h VfL Borussia Mönchengladbach – Aberdeen FC 5-2
Stadion: Grenzlandstadion, Rheydt
Wettbewerb: Freundschaftspiel Saison 2011/12
Zuschauer: 2200 (40 Gäste)
Eintrittskarte: 7,50 €, Stehplatz ermäßigt
AFC-Zaunfahnen: 4
BMG-Zaunfahnen: 10
Wetter: Pünktlich zum Anpfiff peitschender Regen – vorher bestens
amüsant: 4 pöbelnde Lads am Trennzaun
interessant: auffällig viel „MG oldschool“ anwesend
unbekannt: Die supportende, sich selbst feiernde Gruppe mit „MG + Raute-im-Lorbeerkranz-Fahne“
kulinarisch: Gelantine-Wurst fürs Volk, die richtig schönen Sachen gabs an der Bude hinter der Haupttribüne – gewusst wo :-)

Kicken im Schatten der Orangerie

Fakten:
06.07.2011, 18.30 Uhr, KSV Hessen Kassel – FSC Lohfelden 1924 3-0
Stadion: Hessenkampfbahn
Wettbewerb: Kreispokal, Viertelfinale
Eintrittskarte: 7 €, Stehplatz ermäßigt
kulinarisch: Fehlanzeige
Zuschauer: 850

It’s a pity