Archiv für Oktober 2011

Die Moral der sogenannten Journalisten

„…Dabei wäre eine kritische journalistische Betrachtung der Vorfälle im Dresdner Block auch ebenso gut mit einer differenzierten Sichtweise möglich, wenn man einfach ein wenig Kontext und Hintergrund einbezieht. Der massive Einsatz von Pyrotechnik bei diesem und den anderen Pokalspielen und auch aktuell in der Liga beispielsweise muss im Zusammenhang mit den abgebrochenen Gesprächen zwischen den Fußballverbänden und der vereinsübergreifenden Kampagne »Pyrotechnik legalisieren. Emotionen respektieren« verstanden werden….“

Kommentar von Nicole Selmer im „ballesterer FM – Magazin zur offensiven Erweiterung des Fußballhorizonts“ *klick*

bzw. zuerst erschienen auf
Publikative.org

O`zapft is

Eins darf man bei den Statistiken über Fußball-Opfer, Hooligans und Polizei-Einsätze nicht vergessen: Bei 17 Millionen verkauften Karten pro Saison relativieren sich die Zahlen. Nur mal zum Vergleich: Beim Oktoberfest 2011 gab es 729 Freiheitsentziehungen und 436 Festnahmen, 379 leichte und 170 schwere Körperverletzungen. Dafür benötigen sieben Millionen Besucher gut zwei Wochen.

Artikel/Kommentar in der NOZ

Reds vs. Blues

Auszüge von EuropeanFootballWeekends Blog

Twice a season in a small village just north of Utrecht in the Netherlands something very special happens. Pigs, farmers, fisherman, a giant viking and an army of football supporters come together for the Spakenburg derby. In the red corner we have the good folk at IJsselmeervogels and in the blue corner we‘re blessed with SV Spakenburg. It’s the biggest amateur derby in Holland. It sounds totally bonkers and I am loving it.

There’s Liverpool vs Everton. Manchester has got City vs United while Milan is Inter vs AC. But who needs all this red and blue city rivalry when you‘ve IJsselmeervogels and Spakenburg?
Twice a year the charming little town of Spakenburg (population: 16.000) suffers from a severe case of derby fever when two non-professional teams, the Rooien (Reds, IJsselmeervogels) and Blauwen (Blues, Spakenburg), are about to clash. It is the time of the year that true colours are to be shown.

It is said that when you‘re introduced to your parents in law in Spakenburg, they are more concerned whether you support the right team than the future plans the two of you might have. In Spakenburg, the team you support is also your identity. You‘re blue or a red in the first place.
….the atmosphere, the people…It isn‘t hard to see why fans from Germany, Belgium or England travel all the way up to Spakenburg. This game has got everything a derby needs with the rivalry of the two stretching far beyond the colours of their kits…:”

First, the backgrounds of the teams. IJsselmeervogels was established by labourers and fishermen whereas Spakenburg (ironically established as Windvogels and later Stormvogels) is the club of farmers and clerks. Secondly, there is a huge difference in success. IJsselmeervogels is by far the most succesfull team beating Spakenburg on league titles (31-6) and over-all championship in the non-league (6-1). And the rivalry is reflected by their accommodation as well. Their stadiums which are situated next to each other are amazing for non-league standards and they take pride in showing off to each other. When Spakenburg built a new stand a few years ago, you could expect IJsselmeervogels to build a bigger one shortly after.

During the build-up to the game, you could feel the tension rise in Spakenburg. Everywhere you look there are signs of (half of) the event of the year. Flags and banners hanging from the windows, kids with faces painted in Indian warrior style, and their parents also dressing up for the occasion. People were hosting parties in their back gardens around the town as there was to be no alcohol served at the ground or in the surrounding pubs – until the evening. And surely, the sight of these intimate blue or red gatherings added to the buzz. It is probably what derby fever is all about. And mind you, in its infectious. I noticed I was picking up pace on my way to the Westmaat, excited about what was about to happen.

The stadium was packed to the rim with a capacity of approximately 9,000 (that’s over half of the population of Spakenburg!). At least those were the official numbers. Loads of people sneaked in during the match or watched the game from the Spakenburg canteen and even from the banks …
Due to some previous problems between the two sets of fans – home made bombs and a bit of violence – the mayor insists that no alcohol can be served anywhere in the village until 5pm on derby day. Between 1995-2002 they were placed in separate divisions to calm things down, and that appears to have done the trick. Since they started playing each other again, there has been no problems at all. A tremendous amount of banter has replaced the need to fight. Police turn away anyone looking to make trouble and the match now takes place in a carnival atmosphere.

Fakten:
08.10.2011 15.00h VV IJsselmervogels – SV Spakenburg 2:2
Stadion: De Westmaat, Spakenburg
Wettbewerb: Topklasse zaterdag 2011/12 (3. Liga, Niederlande)
Zuschauer: 8.000 / ca. 500 Gäste
Eintrittskarte: 12 €, Stehplatz
WBUC: 2 : 2 : 3
Culinaria: Frietjes mit Speck und Zwiebel
„dank u wel“ geht an
Seeyou

Jihad Legia


Legia Warszawa – Hapoel Tel Aviv / Europa League 2011/12

Anti-racists groups, such as the Warsaw-based Never Again NGO, have complained to UEFA about a ‘Legia Jihad” banner which was hung from the stands.

“This is yet another case of anti-Semitic behaviour by extremist groups active in Polish football stadiums, and it could have been predicted,” Never Again’s Rafal Pankowski told the AFP news agency.

Warsaw police are investigating the incident….

read more: *klick*

Im Netz gefunden: Derby di Roma, Serie A 2011/12

Besuch bei „The great old“

Das letzte Besuch in Antwerpen liegt 2 Jahre zurück und da die beiden Weggefährten den schicken Old-School Ground noch nicht hatten, kam ich in den erneuten Genuss des „Bosuilstadion“ in der Antwerpener Peripherie.

Im Antwerpener Vorort gelegen befindet sich das Bosuilstadion – Heimat vom Royal Antwerpen Football Club. Hier wird „Working Class“ noch groß geschrieben und das helle Strahlen der Flutlichtmasten erzeugte sofort dieses schöne, wohlige Gefühl. Das Arbeiterviertel selbst eher ein sozialer Brennpunkt als Villengegend – um es mal vorsichtig zu beschreiben aber dafür eben auch mitten im Wohngebiet platziert – hat man ja heutzutage noch viel zu selten.
Wir hatten noch etwas Zeit und steuerten erstmal den örtlichen Supermarkt an. Belgisches Dosen(!)bier, Samourai-Sauce und sonstige Leckereien standen auf dem Einkaufszettel. Ultra‘ Culinaria!
In strömendem Regen steuerten wir diesmal die Hintertortribüne an – Einheitspreis auf 3 der 4 Seiten 20€, nur die VIP-Logen sind teurer.
Der Royal Antwerpen FC („The Great Old“) ist der älteste belgische Fußballclub, gegründet in 1880. Standen die Jungs noch `93 im Pokalsieger-Finale in Wembley (gegen Parma) ist große Ernüchterung eingekehrt. Der Club spielt in der zweiten belgischen Liga, es bleibt eine Kooperation mit dem großen Manchester United FC und Ligaalltag gegen Provinzteams, wie auch den heutigen Gegner aus Tienen.
Das Bosuilstadion umfasst ca. 16.500 Plätze und ist ein wahres „oldschool“-Schmuckstück, an diesem Abend vielleicht zu einem Drittel gefüllt.
Eine Hintertortribüne ist mit einem Gebäude versehen, was die Hospitality und VIP Logen beinhaltet, dieser gegenüber steht eine Tribüne wie sie nicht besser in England stehen könnte. Die Haupttribüne ist teilweise noch aus Holz, dort auch der Gästeblock angesiedelt. Bleibt die fantastische Gegengerade. Hier spürt man den Fußball in Reinkultur und man hat zeitweise das Gefühl, dass seit 1880 hier
nicht viel getan wurde. Mit schwarzem Stift beschriftete Holzbänke, schiefe und schräge Stufen, ein Torbogen Höhe Mittellinie durch den man den Innenraum betritt und ein großes Dach, gestützt durch mehrere Balken.
Der Zaun am Spielfeld war zu diesem Zeitpunkt schon voll beflaggt. Handgezählte 32 Fahnen schmückten die Zäune. Der kulinarische Test enttäuschte auch nicht: Eine Art Zwiebel-Burger. Viele Zwiebeln, würziges Fleisch. Es hätte auch gut und gerne der kleine Bruder von „Salsiccia“ sein können. Sehr schmackhaft, und das für 3 Euro. Die aktive Fanszene hat sich auf der Gegengeraden niedergelassen. 90% der Gesänge wurden mit Inbrunst in englischer Sprache gesungen und wir man hätte sich genauso gut in England befinden können, und diesmal sogar mit einer Atmosphäre, die der allseits hochgelobten, um nicht zu sagen überschätzten, englischen Atmosphäre gerecht wird.
„Come on you reds”, „When the reds go marchin’ in”, “Ring of fire” und nicht zuletzt der Knaller “Lets go f**** menthal….”
An diesem regnerischen Oktoberabend kam wirklich Vieles zusammen.
Tolles Stadion, aktive Fanszene, workingclass-football, Flutlicht und lecker Essen –
Fußballherz was willst du mehr? OLDSCHOOL!

Die 30 Gäste aus Tienen konnte man nie vernehmen, zu groß schien die Sangesmacht der Antwerpener Casuals. Auf Fahnen oder sonstige Tifomaterialen wird so gut wie verzichtet.
Die 1:0 Führung wurde per Elfmeter erzielt, nachdem zuvor 2 Gästekicker (inkl. Torwart) mit dem roten Karton den Platz räumen mussten. Das 2:0 fiel dann in der Nachspielzeit. Nach Spielende verließen wir die Diamantenstadt am Ufer der Schelde – diesmal ohne bei der Frituur No. 1 einzukehren.

Fakten:
08.10.2011 20.00h Royal Antwerpen FC – KVK Tienen 2-0
Stadion: Bosuilstadion, Antwerpen
Wettbewerb: Tweede Klasse / Division 2 (2. belgische Liga)
Zuschauer: 7.000 / ca. 30 Gäste
Eintrittskarte: 20 €, Sitzplatz
Zaunfahnen Heim: 32 schicke, individuelle Exemplare
Soundtrack: Best of 90`s ;-)
WBUC: 2 : 2 : 3
Culinaria: Fleisch – Zwiebeln – Brötchen & Hoegaarden-Bier

„Harter Weg“ nach Kassel

14.12.2011, Kulturfabrik Salzmann, Kassel

„de Derby“

Bericht & Impressionen von „de Derby + Antwerpen-Doppler“ folgen in den nächsten Tagen.

…stay tuned!

WB Mash-Up


Einsendung von & Dank an: plate