Archiv für Mai 2012

MKS Flota Świnoujście – Ruch Radzionków


FCH riot


WBUC riot ;-)


Ultra‘ Culinaria! *****


Es rauchte nur der Grill


Aktuelles CD Sortiment, inkl. Semino Rossi und Helene Fischer


Netzfundstück, da im vorbeifahren kein Foto möglich.

Das Pfingstwochenende bewarb sich für ein paar Tage an der Ostsee. Eines wurde schnell klar: Usedom ist „Hansa-Area“.
An jeder Ecke, an jeder Laterne und jedem Bushaltestellenhäuschen. FCH Hooligans Streetart. Nicht immer schön, eher Kategorie: „Masse statt Klasse“.
Aber immerhin ne klare Ansage, da fiel die ein oder andere Pogon (Szczecin) Schmierei oder nen FCUB-Kleber nicht ins Gewicht.
Einen Steinwurf entfernt liegt Świnoujście (Swindemünde) auf den Inseln Uznam (Usedom), Wolin (Wollin) und Karsibór (Kaseburg).
Da es schon lange an der Zeit war, den Länderpunkt „Polen“ zu kreuzen wurde der letzte Spieltag der polnischen 2. Liga auserkoren.
Bei der MKS Flota bietet sich die westlichste Möglichkeit höherklassigen polnischen Fußball zu sehen, das Stadion liegt 1-2 km direkt hinter der Grenze. Dem Navi sollte man -mal wieder- nicht trauen. Das lotst einen über einen ca. 300 km Umweg übers Festland. Das wird doch sicher schon mal jemand dem Navi treu und ergeben gemacht haben… ;-)
Die Straße dorthin ist gesäumt von den klassischen „Polen-Märkten“ bekannt aus Funk und Fernsehen. Hier schwankte ich zwischen lachen, staunen und kopfschütteln. Wer hier alles so rumlief und tütenweise „Original“ Jack Wolfskin Jacken, Kippen, Sägeblätter, Brot, Lego oder Anabolika wegschleppt war schon amüsant. Neubrandenburger Bodybuilder trifft Berliner Omi auf Kaffeefahrt.
Nix gekauft, aber der Schaschlik Spieß ist großartig (480 Gramm).
Vorm Anpfiff ging es noch an die Windmühle am Strand von Świnoujście. Wirklich sehr sehr schick.
Swinemünde hat sich in den letzten Jahren ordentlich herausgeputzt. Investiert wurde in die Anlagen in unmittelbarer Nähe zum Strand. Schmucke, renovierte Altbauten links und rechts zieren den Weg in Richtung Ostsee.
Das Stadion Miejski von Flota, in einem kleinen Waldstück gelegen, soll angeblich 4.500 Leute fassen, befindet sich auf der Haupttribünenseite aber derzeit komplett im Umbau. Ein paar Sitzschalen sind schon montiert, die einen FLOTA Schriftzug bilden und ein paar Dachträger stehen auch schon.
In Polen scheint man dem Sicherheitswahn komplett verfallen zu sein und so wurden tatsächlich sämtliche Personalausweisdaten registriert und die Personr. nebst Name auf der Karte notiert. Sicherheit geht eben vor ;-)
Es gibt fantechnisch spektakulärere Kicks in Polen – ich hatte also keine Erwartungen an diesen Kick. Da ich aber zumindest von der Existenz einiger Flota-Zaunfahnen wusste, hatte ich zumindest gehofft ein paar davon erblicken zu können oder so etwas wie organisiertem Support zu lauschen – dem war nicht so. Keine aktive Szene auszumachen, gleiches gilt für die Gästefans – von South Inferno und Co. nichts zu erkennen. Klar, die Entfernung ist nen Wort, aber ich hatte zumindest gehofft, das sich ein paar Ruch-Leute an die Ostsee verirrt hätten. Vielleicht gab es im Vorfeld auch irgendwie geartete Boykotts oder Verfügungen – das entzieht sich mangels Kenntnissen über die polnische Szene meines Wissens.
Der Klub Sportowy Ruch Radzionków ist ein Verein aus Oberschlesien und dümpelte nach Erfolgen vergangener Tage in den unteren Klassen herum, bis er nun wieder in der 2. Klasse aufgetaucht ist. Besonders brisant ist das Verhältnis zu den Fans von Polonia Bytom, da die jeweiligen Stadien keine 5 Kilometer entfernt liegen. Heute durften Heimfans in den eigentlichen (ehemaligen?) Gästesektor. Vielleicht waren auch wegen dem Umbau keine Gäste erlaubt?! Wenn jemand sachdienliche Infos hat, gern eine kurze Info an mich.
Vor dem Spiel verbrachten wir die Zeit am Cateringstand und genossen die Ostsee-Sonne. Preise absolut fair, da konnte man direkt zum Dauergast werden. Die getauschten Złoty mussten ja irgendwie an den Mann gebracht werden. Alkoholausschank natüüürlich verboten.
Ab und an liefen uns ein paar einheimische Jungs über den Weg, deren recht schicke Shirts und Schals auf so etwas wie eine Fan-/Ultras-/Hooliganszene schließen ließen, aber sonst alles recht unspektakulär. Ebenso konnten 3-4 deutsche Hopper ausgemacht werden.
Die Begegnung gab zumindest tabellarisch nicht viel her, da sich beide Mannschaften zu diesem Zeitpunkt im gesicherten Mittelfeld befinden. Anpfiff der Partie ist um 17 Uhr – eine gute Ansetzung um vorher noch die Stadt erkunden zu können. Ein weitgehend unspektakuläres, aber raues Spiel endet schließlich 5-1 für die Swinemünder, wobei 2 Treffer erst in der Nachspielzeit fallen.
Die Info dass die befreundeten Jungs aus Szczecin den Aufstieg klar gemacht haben, sorgt da schon für Gemütsregung auf den Rängen. Glückwunsch an Pogon!
Auf dem Rückweg kritisch beäugt vom Zoll zurück auf die Westseite von Uznam.

Fakten:
27.05.2012 17.00h MKS Flota Świnoujście – Ruch Radzionków 5-1
Stadion: Stadion Miejski
Wettbewerb: I Liga (2. Liga Polen, 34. / Letzter Spieltag)
Zuschauer: 800 / Fehlanzeige
Eintrittskarte: 20 Złoty / 4,59 EUR, Sitzplatz Gegengerade (Frauen 15 Złoty / 3,44 EUR)
Culinaria: Wurst oder Steak – beides zu empfehlen!

Un‘altra vita è possibile

„Man muss Ultràs und Kurvengänger nicht mögen. Man kann sie kindisch finden, man kann ihren Männlichkeitskult, ihre Fahnenklauspielchen lächerlich finden. Man darf daran zweifeln, ob es sinnvoll ist, sein ganzes Leben etwas so schnödem wie einem Fußballverein zu widmen. Man kann ihre Dauergesänge als störend empfinden, man mag etwas dagegen haben, dass Fahnen und Rauch die Sicht auf das Spielfeld stören. Man kann sie aus den Stadien wegwünschen. Man muss Steinwürfe und Werfen von Bengalos verurteilen und verhindern. Man kann sie aber nicht ohne Anhörung allesamt zu „Chaoten“ und „kriminellen Gewalttätern“ zurechtschreiben. Kein Erfahrungswert und keine Statistik geben das her. Sie sind eine Realität in deutschen Stadien, die nicht dadurch abgeschafft wird, dass man sie kriminalisiert und – dadurch – radikalisiert.“


Hier geht es zum kompletten Beitrag und dem lesenswerten Altravita-Blog

Bookmarken ausdrücklich empfohlen!

Von „faschistoiden Versammlungsritualen“, Fahnen und diesen ganzen Käse“

Wenn selbst die MoPo schon von Trash-Talk schreibt….

…doch was Gastgeberin Maischberger und Werner Schneyder anschließend daraus machten, dürfte mit Wohlwollen maximal als gefährliches Halbwissen bezeichnet werden.
Maischberger bezeichnete die Ultras indirekt als die „Taliban der Fans“, zudem erklärte sie, Bengalfeuer in den deutschen Stadien seien ein neues Phänomen. Doch erst Werner Schneyder (75) setzte dem Trash-Gespräch schließlich die Krone auf…


Maischberger bezeichnet Ultras als „Taliban der Fans“

Blue is the colour…

Willi Betz Fotowettbewerb II

Die WBUC dankt allen fleißigen Einsendern und freut sich über weitere Zusendungen.
Es wurde bereits der ein oder andere Absender mit einer Kopfbedeckung für die kalten Wintertage oder ein paar streng limitierten WBUC Klebern prämiert.


Dachser Headquarter


Stuttgart, Easy Connection


Django, Sport1 – Willis Sohn?


Chromschwarze Nächte


Budapest


R.I.P.


R.I.P.


Gibraltar


Stockholm


WBYC – Willi Betz Youth Crew


clean


pvl


fake

douășcinci – huszonöt – tjugofem

…coming soon!

AIK – DIF

2012-05-08

Újpest Football Club – Ferencvárosi TC

2012-05-12

Sachkundeunterricht, 3. Klasse

2 WBUC Mitglieder verabschieden sich auf kleine Hopping-Rundreise durch Nord- und Osteuropa.
Mit dabei die Kamera und Tickets für den ein oder anderen Leckerbissen:
Stockholmer und Budapester Stadtderby, garniert mit etwas Europa-League Finale unter baskischen Freunden und mit etwas Eishockey-WM als Beilage.

Danach dürfte der Blog wieder auf normalem Betrieb laufen. Neben den WB-Einsendungen auch wieder mit den bekannten Kurz-Matchreports.

Think global – eat local!

…nur dem Willi treu ergeben.