Archiv für Mai 2014

A different point of view

„It looks like the aftermath of a campsite tornado, or perhaps the first stages of a landfill site. But this was the scene the morning after the night before at Reading Festival, shortly after everyone had gone home.
The music stopped… the party finished… and a 90,000-strong exodus from the hugely popular music event began.“

Reading Festival 2013

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Bienvenue en Banlieue Rouge

Die Idee klingt gut – in Anlehnung an den Klassiker von Tim Parks‘ „Eine Saison mit Verona“ lautet der Untertitel „Mein Jahr mit dem Red Star FC“. Das war es dann auch schon (fast) mit den Gemeinsamkeiten.

Das, wie er es selbst nennt „nichtkommerzielle egozentrische Werk“, kann man kostenfrei als .pdf-Datei auf den heimischen Computer downloaden und/oder für schlanke 3 EUR in der Printversion beziehen.
Gespannt habe ich die Papierausgabe „in einem Rutsch“ gelesen. Die 112 Seiten lesen sich flüssig, wenngleich bei mir der „Funken“ beim Lesen nicht so recht überspringen wollte. Ein permanent pöbelnder, wie er sich selber nennt, „kleiner dicklicher Austro-Perser“ verbringt ein Semester auf dem Weg zum Diplom in romanischer Philologie in der französischen Hauptstadt an der renommierten Université Paris III – Sorbonne Nouvelle. Nun gut…

Im Zuge seines ERASMUS-Semesters, dem „lebenslaufverschönernde Austauschprogramm für partywütige Spätpubertierende“, lernt er viele unsympathische Menschen kennen, andere ERASMUS-Studenten, Deutsche, Millionärstöchter, Hipster (wobei er sich selbst als „gern versumpernden Meta-Hipster“ bezeichnet) und lässt, wenn ich so darüber nachdenke an keiner (Rand-)Gruppe ein gutes Haar, ob nun Ultras, Touristen oder den Parisern an sich.

Ein Zufall bei der Wohnungssuche verschafft ihm den ersten Kontakt zum Pariser Kultverein „Red Star FC“ und dessen Heimat dem „Stade Bauer“ im Stadtteil „Saint-Ouen“. Der Verein hinterlässt wirklich einen sympathischen und angenehmen Eindruck. Er lernt viele „Originale“ aus der kleinen, überschaubaren Fanszene des Vereins kennen – in meinen Augen die besten Parts im Buch („Auswärtsfahrten im Kleinwagen durch die Niederungen der französischen dritten Liga“).

Alles in allem für meinen Geschmack zu wenig Fußballbezug, zu viel „drumherum“ und die permanent pöbelnde Grundhaltung gegen die gesamte Welt nervte mich gegen Ende des Buches einfach an. Das Vorwort von Joachim Henn empfinde ich zudem als zu langatmig.

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