Archiv für November 2014

Dreierlei

Es wurde auf das bewährte Konzept des Berlin³-Trips gesetzt und 3 Spiele an diesem Tag in das Programm aufgenommen.
Den Auftakt machte der A-Jugend-Kick im Paul-Janes-Stadion (bis 1990 offiziell und auch heute noch besser bekannt als „Flinger Broich“) in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.
Samstag Morgen, 11 Uhr, schönster Sonnenschein bei angenehmer Kälte.
Vor Spielbeginn die obligatorische Mannschaftsaufstellung abgeholt und Platz genommen.
Trainer der Fortuna A-Jugend ist übrigens kein anderer als der Cousin von der kroatischen Stürmer-Legende Davor Šuker, nämlich Sinisa Šuker.

Nach und nach füllte sich die Tribüne zusehends, letztendlich fand sich auf Fortuna-Seite auch ein Grüppchen (Dissidenti? LBF?), welches immer mal wieder anlassbezogen Fortuna-Schlachtrufe von sich hören ließ.
Ansonsten das übliche Bild auf den roten Sitzen: Scouts wechseln sich mit motivierten Eltern ab.
Kulinarisch wurde lediglich ein warmer Kakao getestet, wenngleich es die nett angerichteten Mettbrötchen mit frischen Zwiebeln auch verdient gehabt hätten sie zu probieren.
Schön auch, dass die „LBF 99“ es nicht versäumten ihre Fahne am Zaun anzubringen.

Das Paul-Janes-Stadion ist genau richtig für derartige Spiele. Wohl dem Verein, der ein schickes, kleines und dann auch noch geschichtsträchtiges Stadion für seine Jugendmannschaften hegt und pflegt.
Hinter beiden Toren gibt es ebenso wie auf der Gegenseite Betonstufen (ein Hintertorbereich ist theoretisch hälftig Gästeblock). Kultig ist sicherlich ein altes Schild mit dem Stadiongrundrisse des alt-ehrwürdigen Rheinstadions.

Der kurzweilige Kick endete 3-2 für die Hausherren nach zwei schweren Schalker Abwehrpatzern stand es schnell 2-0. Auf Seite der Schalker traf der erst kürzlich mit einem Profivertrag ausgestattete Felix Platte. Die Schalker Jugendtrainer-Legende Norbert Elgert sprach nach dem Spiel von einer „hochverdienten Niederlage“ und zeigte sich gerade von den „Spielern mit Ambitionen“ mehr als enttäuscht („Totalausfälle“).
Bevor es weiter Richtung Gelsenkirchen ging wurde noch köstlich bei „Sawatdy“ in der Bilker Allee gespeist, der dieses Mal dem „Oberbilker Grill“ vorgezogen wurde.


Block 13 und Block 12

Fakten:
22.11.14 | 11:00 Uhr
Fortuna Düsseldorf U19 – FC Schalke 04 U19 3-2
Wettbewerb: A-Junioren Bundesliga West, 11. Spieltag
Stadion: Paul-Janes-Stadion, Düsseldorf
Zuschauer: 200
Eintritt: 4 EUR (ermäßigt 2 EUR)

Es folgte das Bundesligaspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg, mit selbigem Ergebnis am Ende, sodass nach 2 Spielen bereits 10 Tore zu Buche standen. So konnte es doch weitergehen.
Für Spannung war gesorgt; Schalke ließ nach einer 3-0 Führung nach 30 Minuten die Gäste noch mal zum 3-2 rankommen, sodass am Ende das große Zittern angesagt war. Schalke mit neuem taktischem Konzept unterwegs, was die Gäste sichtlich überraschte. Ob es an RdMs Geheimtraining lag?
Nach Spielende gab es keine Zeit zu verlieren um „exklusiv“ den Abreisestau etwas zu umfahren. Fix noch einen weiteren Mitfahrer eingesammelt und ab auf die Autobahn Richtung der Provinz Nordbrabant.

Fakten:
22.11.14 |15:30 Uhr
FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 3-2
Wettbewerb: 1. Bundesliga, 12. Spieltag
Stadion: Arena AufSchalke, Gelsenkirchen
Zuschauer: 60.989 | 1.300 Gäste
Eintritt: Stehplatz 16,50 EUR

Willem II Tilburg gegen Excelsior Rotterdam hatten wir uns herausgesucht, und da das Spiel „clubcardfrei“ war, konnten problemlos Tickets auf der Hintertortribüne zu je 20 EUR gelöst werden. Diverse Ermäßigungen waren nicht möglich. Die Spielstätte liegt an der A58 Breda – Eindhoven, am Südrand der Stadt.
Geparkt werden konnte ganz entspannt im direkt angrenzenden Industriegebiet und geleitet von den strahlenden Flutlichtmasten hatten wir nach wenigen Minuten Fußweg die Kassenhäuschen erreicht. Der Sinn der formlosen Ausweiskontrolle erschloss sich uns nicht.
Das Angebot im Fanshop konnte nicht so recht überzeugen und trotz des „Fischerhut“-Aktionstages schlugen wir nicht zu.
Der Stadion-DJ heizte dem Publikum im Stadionumlauf ein und wir machten uns auf zu einer Runde um das Stadion. Die Gäste erreichen den Gästebereich über einen separat abgetrennten Parkplatz mit Käfig-Eingang und werden über den Stadionumlauf hinweg direkt hinein geführt. Eine eher ungewöhnliche Konstruktion, wenngleich dieses Konzept, gerade hier in den Niederlanden, häufiger an der Tagesordnung ist und auch bereits in Lille, Mainz oder Aachen ähnliche „externe“-Konzepte umgesetzt wurden.

Hinter der Heimkurve, der „Kingside“, testeten wir das stilechte kulinarischen Angebot. Neben dem Klassiker-Menu „groote Friet spezial“ mit „Frikandel spezial“ entpuppte sich der „Bami Bal“ / „Bami croquette“ als ein weiteres Highlight. Würzig-pikant angebratene Nudeln in einer Panade und fritiert. Für das Biertje waren Chips aus dem Automaten notwendig.

Das König Wilhelm II.-Stadion entspricht erfreulicherweise nicht dem niederländischen Nullachtfuffzehn-Einheitsbrei.
Es ist grundsätzlich schon ein komplett überdachter Allseater (14.750 Plätze) allerdings nicht mit den bekannten Treppenaufgängen, sondern mit einem riesigen Graben zwischen Tribüne und Spielfeld.

Die Sitze sind im Wesentlichen blau, vereinzelt rot. Auf der Gegengerade ist der Stadionname in weiß und in der Heimkurve der Schriftzug „KINGSIDE“ eingearbeitet.
Die Aufbauten auf dem Dach sind wellenförmig geschwungen, was dem Stadion nochmal ein eigenes Flair verleiht, zusammen mit den schicken Flutlichtmasten, die ein echter Blickfang sind. Unter dem Dach heizen die erstmals vor Jahren in der BayArena gesehenen Heizstrahler dem Publikum ein, zumindest mehr als es die „Kingside“ hinbekommt.

Die Zaunbeflaggung ist mächtig und teils martialisch und es hängen wahrlich einige echte Hingucker vor den Tribünen, nahezu auf allen Seiten. Leider mehr Schein als Sein: Die Supportbemühungen, vielmehr kann man es gar nicht nennen, beschränkten sich auf einen kleinen Kern junger Casuals auf der ausverkauften „Kingside“. Es gab zwar ein Vorsängerpodest, jedoch wirkte das Szenario eher unorganisiert und lediglich bis auf 2-3 Ausnahmen konnte die Heimkurve oder das ganze Publikum mit einbezogen werden. Nur bei der Vereinshymne und der mit dicken Beats unterlegten „TSUNAMI“-Beschallung vor Spielbeginn wurde es richtig laut.
Die 200 Excelsior-Fans im Gästeblock konnte ebenso wenig akustisch auf sich aufmerksam machen und schauten ruhig das Spiel aus dem Eckblock heraus.

Äußerst ungewöhnlich ist natürlich -und das sticht sofort ins Auge-, dass sehr hopperfreundlich Heimfans als auch Gästefans zusammen auf eine Tribüne platziert sind – in direkt nebeneinander angrenzenden Blöcken. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es hier bei einem anderen Gästeanhang, z.B. dem „großen“ Stadtnachbarn Excelsiors, nämlich Feyenoord aus dem 77km entfernten Rotterdam, nicht ganz so friedlich zu geht. „AwaydaysNL“ twitterte jedenfalls von 200 Excelsior-Gästefans.

Das Koning-Willem-II-Stadion wurde 1995 eröffnet, den Namenszusatz „König“ hat es allerdings erst 2009 erhalten, zum Andenken an König Wilhelm II. von Oranien-Nassau. Der Verein wurde auch nach selbigen König benannt und nicht wie mancherorts vermutet nach der (nicht mehr bestehenden) Tilburger Zigarrenfabrik Willem II.

Während der Verein Anfang des Jahrtausends noch in der Champions League unterwegs gewesen ist, musste vor 3-4 Jahren sogar der bittere Gang in die Zweitklassigkeit mit direktem Wiederaufstieg angetreten werden.
Auf dem Platz entwickelte sich an diesem Abend ein gutes Spiel mit vielen Kurzpässen und keinem rein Herumgebolze. Excelsior ging es etwas defensiver an und war sichtlich mit einem Remis zufrieden.
Ein paar bekannte Namen konnten auch ausgemacht so werden, so hat es z.B. Ben Sahar (Hertha und Bielefeld) hierher verschlagen. Unser Hauptaugenmerk lag allerdings auf jemand anderem:
Kristiano Samuel Armenteros Nunez Mendoza Jansson.
Wir setzen alles auf ein Tor von dem schwedischen (!) Zungenbrecher und er sollte uns nicht enttäuschen und traf per Strafstoß. Er ist, wie auch der griechische Keeper Lamprou, derzeit von Feyenoord ausgeliehen.

Nach Spielende ging es über die beleuchteten Autobahnen direkt zurück in heimische Gefilde.


Spruchband gegen Kunstrasen


Spruchband gegen die Zweitvertretungen/
Reserveteams in der 2. Liga (Ajax, PSV & Twente)

Fakten:
22.11.14 | 20:45 Uhr |
Willem II Tilburg – Excelsior Rotterdam 1:1
Wettbewerb: Eredivise (NL1), 13. Spieltag
Stadion: Willem II Koning
Zuschauer: 10.850 | 200 Gäste
Eintritt: Sitzplatz Hintertor, 20 EUR
Culinaria: „Bami Bal“ / „Bami croquette“ für 1,50 EUR avancierte zu DER kulinarischen Neuentdeckung

FC Gütersloh 2000 – SV Lippstadt 1908

November. 8 Grad. Dauerregen. Tiefer Platz.

Gibt es ein geileres Fußballwetter?! – Für mich definitiv nicht.
Und so wurde die Frage der besseren Hälfte „Oder bei dem Wetter doch lieber Sauna…?!“ mit einem „ Ähhh, nein“ beantwortet. Am liebsten hätte ich selber die Sporttasche gepackt um im Heidewald im Tor zu stehen. Da die aktive Zeit aber seit diesem Jahr vorbei ist und es mit einem Wechsel zum FCG leider nie geklappt hat, konnte ich mich heute voll und ganz auf das Geschehen auf Rasen, Rängen und Imbissbuden konzentrieren.

Das Heidewaldstadion liegt etwas außerhalb von Gütersloh, (überraschenderweise) an einem Wald und bietet 12.500 Zuschauern Platz. Neulich machte die Meldung die Runde dass die Stadt erwägt den Heidewald aufgrund der hohen Instanthaltungskosten abzureißen, was einige Proteste zur Folge hatte. Sogar bis in die 11 Freunde hat es dieses Thema geschafft. Aktuell gibt es hier wohl nichts Neues, fest steht auf jeden Fall das der sportliche Erfolg des FC Gütersloh fast zwingend notwendig ist um weiter die Unterstützung der Stadt zu erhalten. Der Anfang der Saison verlief allerdings alles andere als wünschenswert, nach einem Trainerwechsel gewann man allerdings die letzten 4 Spiele in Folge.

Der SV Lippstadt 1908 ist ebenfalls schwach in die Saison gestartet, galt man doch als Regionalliga Absteiger zum Favoritenkreis auf den direkten Wiederaufstieg.

Im Gegensatz zum FCG verfügt der SVL über eine ordentliche Fan bzw. Ultra-Szene. Der Zusammenschluss „Fanszene Lippstadt“ besteht aus Ultra orientierten Fanclubs u.a. Compadres, Banana Squad etc. Die Lippstädter pflegen eine Freundschaft zu Rot-Weiß Ahlen, die an diesem Tag aber leider selber in der Oberliga antreten mussten.

Aufgrund persönlicher Aufeinandertreffen und vor allem der Nähe zur Dortmunder Szene (auch wenn das lt. BFU-Bericht wohl der Vergangenheit angehört) wird die Fanszene Lippstadt bei mir definitiv keine Sympathiepunkte mehr sammeln, supportmäßig muss man den Lippstädtern allerdings immer wieder ein großes Lob aussprechen.

Gütersloh für mich trotz fehlender (aktiver) Fans eine cooler Verein, irgendwie stehe ich auf dieses chaotische- Pleite, Aufstieg, Abstieg, Pleite, Träumen von großen 2. Liga Zeiten – Spielchen…

Damit aber endlich zum Spiel bzw. den Geschehnissen auf den Rängen.
Mit mir wollten sich noch weitere 904 Zuschauer den Ar… nassregnen lassen, was vermutlich allen außer den feinen Damen und Herren sowie Ansgar Brinkmann auf der überdachten Sitzplatztribüne eindrucksvoll gelang. Ca. 300 davon aus Lippstadt. Aufgrund des bundesligafreien Wochenendes tummelten sich auch einige Hopper im schicken alten Ground.

Zum Start zeigte die Fanszene Lippstadt ein Intro aus Pappherzen und ein Spruchband aus dem gleichnamigen Song „Ich bin schon wieder dabei mein Herz zur verlieren…“ Sah cool aus, vor allem das quasi jedem im Block ein Herz in die Hand gedrückt wurde.
Gütersloh leider nix, garnix…

Der SV Lippstadt wurde seiner Rolle als Favorit gerecht und drückte von Beginn an, unterstütz von melodischen Songs mit saustarken Trommelrhythmen, der Typ hat`s mal richtig derbe drauf..! Sehr geil!!!Der Ball wollte aber nicht in die Kiste, irgendwie bekamen die fightenden Gütersloher immer ein Bein, Bauch, Kopf, das ganze gerne alles grätschend dazwischen. Und wie zu erwarten ging prompt der FCG in der 26. Minute durch Waldemar Jurez in Führung. Völlig unverdient – scheissegal.
Die Lippstädter Fans antwortet mit Pöbelgesängen in Richtung Gütsel Anhang, da kam aber nix zurück außer ein peinliches „Zick Zack Zigeunerp…“ vorgetragen von 2 betrunkenen Mittvierzigern und ca. 10 türkischen (!!!!) Jugendlichen…. Au weia.

In der 2. Halbzeit das gleiche Bild, Lippstadt drückte, Gütersloh fightete, die weißen Trikots waren inzwischen farblich eins mit dem matschigem Geläuf.
Einige Schiedsrichterentscheidungen heizten die Stimmung im Gästeblock nochmal ordentlich an, passend dazu wurden 2 Bengalos gezündet, die auf dem Boden entsorgt wurden.

Genützt hat aller akustischer und optischer Support nix, FC Gütersloh 2000 heißt der Derbysieger, die Jungs sahen aus wie die Schweine und hatten sich den Sieg mehr als verdient. Spielerisch war das zwar garnix, aber offensichtlich hatte jeder der Spieler den Begriff DERBY verstanden.

Das Rückspiel findet übrigens nicht mehr im schmucken Waldschlößchen statt, sondern im neuen Stadion im Bruchbaum. Wenns passt werde ich mir das Spiel wieder anschauen.

Hoffentlich bei 8 Grad, Dauerregen und tiefem Platz.

C.R. für Salsiccia.

Fakten:
16.11.2014 | 14:30h | FC Gütersloh 2000 – SV Lippstadt 1908 (1:0
Stadion: Heidewaldstadion
Wettbewerb: Oberliga Westfalen 2014/15
Zuschauer: 905 | Kapazität 12.500
Eintrittskarte: 04 €, Stehplatz ermäßigt
Culinaria: Currywurst Pommes – Mayo. Lecker

8 Bit Cinema – „A Clockwork Orange“

Auf YouTube veröffentlichten die Animations-Künstler von „CineFix“ im Rahmen ihrer „8 Bit Cinema“-Serie ein Video, das „A Clockwork Orange“ als 8-Bit-Game zeigt. Das Ergebnis ist ein sehr gelungenes Werk, Stanley Kubrick & Anthony Burgess könnten stolz darauf sein ;-)

Weitere Werke: The Big Lebowski, Fight Club, Matrix, SinCity, The Avengers, Pulp Ficition und viele mehr. Einfach mal durchklicken.
Eine sehr kurzweilige Angelegenheit.

…weil wir von der Sondaschule sind!

Oldschool, das ist uns scheißegal,
weil wir von der Sondaschule sind.
Ihr Newschoolwichser könnt uns mal,
weil wir von der Sondaschule sind.
In ein, zwei Jahren, da kennt uns jedes Kind,
weil wir die Sondaschule sind.

Tourabschluss in der Ing.-Schule zu Kassel, passend zum sog. „Semester Shake-in“.
Wo man tagsüber die Wahl zwischen Menü A und B -alternativ vegetarisch- hat, ließen abends die Jungs der Sondaschule das Parkett beben und den Kantinenmuff schnell verfliegen. Am Ende wurde sogar ausverkauft gemeldet.
Die Vorband hatte einen regionalen Band-Contest im K-19 gewonnen. Komplett andere Musikrichtung, weder Musik noch Name sind mir im Gedächtnis hängen geblieben.
Ansonsten sind Uni-Partys definitiv nicht mehr das was sie mal waren oder eigentlich sein sollten:
Bierpreise von 2,50 € zzgl. 1 € Pfand und ein Publikum wie man es in jedem zweiten Discoschuppen findet sind nicht wirklich fair. ergo: Nach dem Auftritt ging es direkt heim ohne länger zu verweilen.

Hier die exklusive Setlist; inklusive dem einen oder anderen neuen Track von dem in 2015 erscheinenden Album.

Wer, wo, wieviel:
30.10.2014, Sondaschule
Einlass: 20.00h | Beginn: 23:00h
Ort: Ing.-Schule, Kassel
Eintrittskarte: Eintritt 10 € (VVK)

Berlin³

1 Tag – 3 Spiele.
So lautete das Motto für diesen sonnigen Herbsttag bei schönstem Fußballwetter. Ausgestattet mit allerlei Optionen, der WBUC Sek. Exil-Berlin sein Dank, fiel die Wahl letztendlich auf:

SV Babelsberg 03 – FC Union Berlin II 3-2
THC Franziskaner FC – BSV Al-Dersimspor 1-4
BSV Victoria 90 Friedrichshain – Cimbria Trabzonspor 4-3

Ein schöner Mix und für jeden Geschmack etwas dabei. Von entspannter Fußballatmosphäre im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion und zugleich dem höchstklassigsten Kick des Tages über einen spektakulären Ground über den Dächern Berlins, dem „Metro Sportplatz“, mit einem Spiel der Senioren-Bezirksliga und zum Abschluss noch ein Abstecher zu der Halbinsel Alt Stralau und Victoria Friedrichshain.

An dieser Stelle ein Hinweis bzw. meine Empfehlung für ein sehr schickes und exklusives Modelabel aus der Hauptstadt:
Dreierhopp – Berlin
Etwas Werbung für „le mob sportif“ darf auch mal sein :-)

Bei „03″ wartete ein Aktionstag um auf die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Deutschland aufmerksam zu machen, der vom Verein Babelsberg zusammen mit dem FC Lampedusa (Flüchtlingsteam aus Hamburg), dem Fanprojekt des FC St. Pauli und dem Fanprojekt Babelsberg und in Kooperation mit „Viva con Agua“ veranstaltet wurde.

Die Regionalligapartie gegen die Reservemannschaft des 1. FC Union Berlin markierte somit den Startpunkt des Programms, den Abschluss sollten noch ein Konzert der Berliner Rapper PyroOne, Radio Havanna und das Irie Révoltés Soundsystem bilden, auf das leider aufgrund des vollen Programms verzichtet werden musste.
Alle Flüchtlinge hatten an diesem Tag freien Eintritt.

Alles sehr entspannt in Babelsberg. Kulinarisch wird an den Bestnoten gekratzt. Herausragend die witzige Torhymne der Olsenbande, die es gleich 3 x zu hören gab.
Auch insgesamt war es musikalisch ziemlich verrückt. In der Halbzeit war von „Kalaschnikow“ bis Whitney Houston alles dabei.
Optisch herausstechend natürlich die Flutlichtmasten. Diese können nach Spielende eingeklappt werden, um so die Sichtachse vom Flatowturm auf die Stadt nicht zu behindern, da der angrenzende Babelsberger Park zum Weltkulturerbe gehört.

Der Union-Zwee-Anhang (die erste spielte fast zeitgleich gegen Sandhausen) fiel ab und an durch kleinere Pöbeleinlagen auf – nichts Wildes. Aus der Heimkurve hallten die Snaredrum-Rhythmen zu einem kreativen, aber nicht unbedingt durchgängigen Support. Längere Pausen waren durchaus mal drin. Wenn es mal laut wurde, konnte das durchaus gefallen („Kling Glöckchen…“). Etwas enttäuscht war ich von der 204. Ausgabe „Ultra Unfug“. Vielleicht war auch einfach nur meine Erwartung an die Postille zu hoch. In der Halbzeit gab es eine größere Sponsorenaktion mit einem Verantwortlichen von Lonsdale.


Spruchband zu Gedenken an Hubert Woite, Texter und Komponist, welcher das Lied „Babelsberch 14482“ geschrieben hat und kürzlich verstarb.


Culinaria 1a!


Culinaria exotisch – indisch, vegan und hat geschmeckt.


Gästeblock


Gästeblock


Refugees welcome


United Antifa against the war in Ukraine

Fakten:
18.10.2014 | 13:30h | SV Babelsberg 03 – FC Union Berlin II 3-2
Stadion: Karl-Liebknecht-Stadion
Wettbewerb: Regionalliga Nordost 2014/15
Zuschauer: 2.342 – Kapazität 10.786
Eintrittskarte: 11 €, Stehplatz Vollzahler
Culinaria: faire Preise. Große Auswahl: klassisch bis exotisch. Sehr lecker.

Unten rollen Gabelstapler und Einkaufswagen, oben der Ball: Der Platz, auf dem Fußball gespielt wird, befindet sich auf dem Dach des Metro-Großmarktes, der auf dem Gelände des einstigen Wriezener Bahnhofs erbaut wurde. Im Hintergrund thront die 02-World.

Auf dem Dach der Metro am Ostbahnhof entstand im Jahr 2006 einer der begehrtesten Fußballplätze des Bezirks, der „METRO Fußballhimmel“. Man erreicht ihn erst nach dem Erklimmen von rund 80 Treppenstufen – oder auch bequem mit dem Fahrstuhl.
Es gibt Umkleideräume und eine Tribüne für rund 300 Besucher.

Gespielt hat eine Mannschaft des THC Franziskaner (Senioren). Der Verein wurde 1987 gegründet und mit den Vereinsfarben „Schwarz-Orange“ der offizielle Spielbetrieb aufgenommen. In den ersten Jahren war die Bezeichnung „THC-B“ üblich, wobei das „B“ für die Barrikade steht, die als solche in den 80er Jahren das Straßenbild Kreuzbergs bestimmte. Der THC Franziskaner FC steht für ein solidarisches und im Kiez verankertes Miteinander auf und neben dem Fußballfeld.
Lesetipp: Die aktuelle Ausgabe (No. 10) des „No Dice“ Magazins – Berlin football quarterly.

Fakten:
18.10.2014 | 16:00h | THC Franziskaner FC – BSV Al-Dersimspor 1-4
Stadion: Metro Fußballhimmel, Berlin
Wettbewerb: Senioren-Bezirksliga 2014/15
Zuschauer: 15 | Kapazität: 300
Eintrittskarte: frei
Culinaria: Fehlanzeige

Fakten:
18.10.2014 | 17:00 h | BSV Victoria Friedrichshain – Cimbria Trabzonspor 4-3
Stadion: Alt Stralau (Friedrichshain)
Wettbewerb: Herren Kreisliga A St.1 2014/15
Zuschauer: 40
Eintrittskarte: frei
Culinaria: Fehlanzeige

Postkarte aus Siracusa

Schöne Grüße aus dem tollen Syrakus. Am Samstag waren wir auf dem Markt und haben einen Sandwich gegessen das ging so:
Am hintersten Marktstand, angezogen durch eine Menschentraube eingereiht und gewartet bis wir an der Reihe waren. Den Master of Sandwich beobachtet wie er ein großes Baguette aufschneidet mit getrockneten Kirschtomaten belegt, frische Minze und Petersilie und Salat zerhackt und drüberstreut, eine Art trockenen, salzigen und geräucherten Ricotta drüberhobelt, dann wurden Oliven mit einem breiten Messer zerdrückt und entsteint, dann wurden die Käselaiber (geräucherter Mozzarella, Hartkäse mit Pfeffer) und die Fleischspezialitäten angeschnitten (Rinderfilet, Salami). Abgerundet wurde das Baguette dann mit scharfer Paste und einer handausgequetschten Limone. Bezahlt wurden 4 Euro und satt wurden wir beide.
Der Baguettebeleger wurde unterstützt von einem Kalfaktor und einem jungen Afrikaner die um ihn herum die Fliegen verscheuchten und im richtigen Moment Papier o.ä. zureichten. Das war ein Erlebnis. B & E