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Voetbal aan Zee

Das erste Heimspiel der UEFA Europa League wurde erfolgreich hinter sich gelassen; die letzen Kleinigkeiten im Koffer verstaut und schon ging es 6 Stunden nach Rückkehr aus dem Ruhrpott wieder in die gleiche Richtung. Bei meiner Begleitung wurde sowohl bei Vor- als auch beim Nachnamen lediglich ein einziger Buchstabe getauscht und so begleitete mich anstelle von IngO S. nun IngA S. Von der Fußballkompetenz her sicher ein herber Rückschritt, optisch dagegen ein enormer Gewinn.

Ziel unserer Reise sollte das 117.000 Einwohner zählende Brügge sein. Durch viele positive Berichte und nicht zuletzt durch den Film „Brügge sehen… und sterben?“ wurde es Zeit die größte Stadt Westflanderns mal persönlich unter die Lupe zu nehmen. Vorab – wir wurden nicht enttäuscht. Wer auf mittelalterliche Städte, shoppen in kleinen Gassen, gemütliche rustikale Lokale steht, der ist in Brügge genau richtig. Mir persönlich hat Brügge mit seinen kleinen Gassen sogar besser gefallen als Amsterdam, da es irgendwie nicht so aufgezwungen hip und cool wirkt, sondern alles immer einen leicht verschlafenen und gemütlichen Eindruck macht. Viele kleine Bars, viele kleine Kneipen, dazu das mittelalterliche Flair – das hat wirklich was.
Aber Achtung! Brügge ist -zumindest was das Essen angeht- nicht günstig. Wir verzichteten daher auf einen Restaurantbesuch und beließen es bei unglaublich leckeren Pommes (inkl. selbstgemachter Samurai Sauce) und diversen Spezialitäten aus dem Supermarkt. Apropos Spezialitäten: In Belgien und speziell in Brügge gibt es unzählige leckere Biersorten. Meine absolute Empfehlung bekommt das in Brügge gebraute „Brugse Zot“. Beim Biergenuss ist allerdings Vorsicht geboten, der Gerstensaft in Belgien hat auch gerne mal um die 10%, sodass sich 1-2 Bierchen auf dem Marktplatz in der prallen Sonne durchaus bemerkbar machen können. Hehee…. Die belgischen Waffeln wurden vom ausgewiesenen Waffelexperten Inga dagegen eher negativ bewertet, zu wenig Geschmack, zu wenig Süße, zu kross, so das vernichtende Urteil. Der belgischen Waffelindustrie sei aber gesagt, dass es sich hierbei wohl um eine der kritischsten Waffeltesterinnen europaweit handel ;-)

Selbstverständlich wurde sich im Vorfeld informiert welchen Brügger Ground man den kreuzen kann. Tatsächlich hatte weder der FC Brügge noch Cercle Brügge ein Heimspiel. Also wurden diverse Paarungen in der Nähe gecheckt. Und siehe da, nur 25km von Brügge entfernt sollte der KV Oostende sein Heimspiel gegen den KSC Lokeren OV austragen. Von einem anfänglichem „na ja, besser als nix…“ entwickelte sich die Paarung vor allem dank des Austragungsortes doch noch zu einem klitzekleinen Highlight. War ein Besuch am Meer sowieso fest eingeplant, fand ich bei näherer Recherche über schöne Strände in der Nähe von Brügge heraus das die königliche Familie Oostende als seinen bevorzugten Badeort auserkoren hat. Na denne, wat für die Royals gut genug ist, sollte doch auch für die Salsiccia Crew passabel sein. Außerdem ist der KV Oostende überraschend Tabellenführer in der Jupiler Leauge, was bei dem verballerten Play-Off System in Belgien zwar quasi nix bedeutet, aber in Oostende dennoch für eine kleine Euphorie sorgte. So mussten personalisierte Tickets vorab über den Kundenservice geordert werden, was aber dank der freundlichen Dame vom Ticketcenter überhaupt kein Problem war.
In Oostende ca. 4 Stunden vor Anpfiff angekommen stellten wir den Wagen direkt am Stadion und gleichzeitig direkt am Strand ab. Da macht der Claim „Voetbal aan Zee“ mal wirklich Sinn.

Gemütlich spazierten wir die in die Jahre gekommen Promenade am Strand entlang und genossen bei einem leckeren „Brugse Zot“ das herrliche Wetter am Meer. Die teuren Restaurants ließen wir links liegen, füllten im Supermarkt unseren „Brugse Zot“ Vorrat auf (okay- eigentlich nur meinen) und machten es uns mit einer Pizza aus einer klitzekleinen Bude, auf einer gemütlichen Bank direkt am Meer bequem. Inklusive traumhaftem Blick auf den Sonnenuntergang. Das ganze vermutlich für 1/5 des Preises ca. 10m von uns entfernt. Herrlich die neidischen Blicke der vorbeihuschenden Radfahrer und Spaziergänger. Frei nach Sebastian Madsen: „Auf den billigen Plätzen sind die netteren Leute. Auf den kleinen Hochzeiten gibt’s die schöneren Bräute, ich schlafe lieber im Zelt als im teuren Hotel, die schönsten Dinge der Welt bekommt man (fast) ohne Geld.“

Die für uns hinterlegten Karten waren fix abgeholt, der neue (!!) ca. 20 qm (nein hier fehlt keine Null) kleine Fanshop des Tabellenführers war dann auch recht schnell durchwühlt, also hinein in das Albertparkstadion. Der 1934 errichtete Ground bietet 8125 Zuschauern (5125 Sitzplätze) Platz und wurde immer wieder sukzessive erweitert. Nach dem Aufstieg 2013 in das belgische Oberhaus kam noch eine Stahlrohrtribüne dazu, auf der wir Platz nahmen. So passt aktuell quasi keine Tribüne zur anderen, was dem Stadion aber durchaus Charme verleiht. Besonders schön das es zum Spielfeld hin keine Absperrungen gibt, sondern tatsächlich nur Werbebanden wie man es von heimischen Sportplätzen kennt. So konnten die heimischen Kids die Torhüter vom KV Ostende aus nächster Nähe beim warmmachen beobachten. Ingas fehlende Fußballkompetenz wurde übrigens instinktiv von den Knirpsen bemerkt, und die Arme mit einigen gezielten Ellenbogenchecks von Ihrem Platz an der Werbebande verdrängt. Das Beobachten des heimischen Torhüters „Ovono Didier“ war aber auch lohnenswert und ein absoluter ein Hammer. Ja, „Didddiiiiii“ machte sich warm, aber eigentlich war er eher damit beschäftigt sich nach jedem gehaltenen Ball einmal kurz zu den „Didiiiiii“ kreischenden Kindern umzudrehen, freundlich zu winken und den Daumen nach oben zu halten! Richtig cooler Typ… Daumen hoch!

Nun erwartet der Großteil der Leserschaft sicher zurecht einige Passagen über die Stimmung im Albertparkstadion. Nunja, die Gäste mit einigen Bussen angereist, bemühten sich zwar ein wenig, angekommen ist bei uns aber nichts. Die Heimtribüne war eher so das Schland Publikum, viele Familien, ab und an mal ein kleines Liedchen („Dale Cavese…“) organisierte Stimmung oder gar eine Ultra-Gruppe waren leider nicht auszumachen. Auf dem vorhandenen Vorsängerpodest kletterten nur die Ellenbogenkids vom Aufwärmen rum. Im Heimblock gab es noch ein Spruchband gegen Stadionverbote, wobei ich im kompletten Stadionumfeld niemanden gesehen habe dem ich auch nur im entferntesten ein solches Verbot zutrauen würde. Aber gut, wird leider seine Berechtigung gehabt haben.
Spielerisch war die 1. Halbzeit mal so richtig schlecht. Fehlpässe ohne Ende, sinnloses „Ball-ins-Aus-kloppen“, überflüssige Fouls, dat war mal garnix. Einziger Höhepunkt blieb „Didiiiiiii“ der alles und jedem bei jeder sich bietenden Gelegenheit seinen hochgestreckten Daumen präsentierte, herrlich. In der Pause gab es natürlich Fritjes aus der Stadioneigenen Frituur, selbstverständlich mit Samuari Sauce. In der 2. Halbzeit waren zumindest ein paar Torchancen zu bestaunen, während das allgemeine Niveau doch eher mau blieb, da hatte ich in der Regionalliga schon deutlich besser Kicks gesehen. Schlussendlich gewann der KV Oostende das Spiel mit 2-0, und grüßt weiterhin als Tabellenführer. „Didiiii`s “ hochgestreckter Daumen verabschiedete sich gefühlt von jedem der 7581 zahlenden Zuschauer persönlich und auch wir machten uns auf den Rückweg zum Auto.
Die nächsten Tage verbrachten wir bei weiterhin traumhaften Wetter im schönen Brügge, bis es am Sonntag zur WDR 2 Bundesliga Reportage zurück in die Heimat ging.

CR | Sektion Fritjes für Salsiccia

Fakten:
03.10.2015 | KV Oostende- KSC Lokeren OV 2-0
Stadion: Albertparkstadion Oostende
Wettbewerb: Jupiler Leauge, 10. Spieltag
Zuschauer/Gäste: 7581 7 ca.150)
Eintrittskarte: 15 € ermäßigt, Sitzplatz Gerade
Culinaria: Fritjes mit Samurai Sauce

Roxanne

Ganz viel „Amore“ in Kassel…

beim Konzert von „Wanda“ im Kulturzelt. Leiwand!
Austro-Pop meets Indie-Rock? Die Band lässt sich in keine Schublade stecken. Am besten trifft es da noch „Popmusik mit Amore“ wie die Jungs es selber nennen. Eine Melange aus eingängigen Melodien und teils verspielt, teils nachdenklichen Texten bilden den perfekten Mix.
Kippen, Schmäh und Momente des reinen Glücks. Wanda live? Machen!

Einen sehr gelungenen und daher empfehlenswerten Konzertbericht gibt es hier *klick*

Ticket: 29.07.2015 | 19:30 Uhr | Kulturzelt Kassel | Eintritt: 21,50 Euro

Willi Betz | Crossroads

Die Willi Betz Jünger waren wieder sehr aktiv und haben Tausende von
Kilometern auf den Autobahnen dieser Welt abgerissen.
Die WBUC dankt allen Einsendern. Happy Hunting.


Die Sportschau twittert.


Whaus | Zeche Ewald | Herten


Whaus – Jailhouse rock


Istanbul classic – DonS.


Berlin


Mostar


Dubrovnik


Sveti Stefan | Montenegro


Dubrovnik | old town


TV: Hessen von oben | HR


„Sektion Bln“ mit einem absoluten Exoten


Whaus

Bordstein runter: NEONSCHWARZ

„Ich will sie dabei haben, Johnny.“
„Lassen sie mich einfach in Ruhe.“
„Was wollen sie tun? Hier in dieser schäbigen Wohnung sitzen und sich selbst bemitleiden, oder da raus gehen und ihr Land retten?“
„Ich werd‘ hier sitzen bleiben.“

„Klappt den Bordstein runter – Neonschwarz kommt in deine Stadt“

„Neonschwarz“ aus Sankt Pauli war an diesem Freitagabend zu Gast in der Stadt.
Die Protagonisten auf der Bühne, allesamt auch mit eigenen Projekten auf Solopfaden unterwegs, sind dem einen oder anderen sicherlich ein Begriff. Marie Curry, Johnny Mauser („Augen brennen“), DJ Spion Y und Captain Gips eint das gemeinsame Projekt „Neonschwarz“.
Die Hamburger, die von sich selbst sagen, „Zeckenrap“ zu machen, können mit ihren tiefsinnigen und meist politischen Texten überzeugen, die direkt und ohne Drumherum zu reden passende Worte zu den Zuständen in der Gesellschaft und diesem Land finden. Das ganze garniert mit einem 1a Sound.
2010 rief der Track „Flora bleibt!“ sogar die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Plan. Auch dieser Track gehörte am heutigen Abend natürlich zum Repertoire. Im gleichen Jahr erschien auch „On a journey“, absoluter Ohrwurm für den Sommer.

Los ging es so gegen 21:30h im kleinen aber feinen Schlachthof zu Kassel. Der Laden war quasi bis auf den letzten Platz gefüllt und die 4 legten direkt mit voller Kraft los. Zwischenzeitlich gingen noch Grüße an das örtliche, und recht neue, „AZ“ in Kassel. Das Publikum war gut drauf und bei Tracks wie „Unser Haus“ lieferte auch der Mob seinen Part vorbildlich ab. Ein „Refugees welcome“ Banner wurde gleich am Anfang gehisst. Am Ende gaben Mauser („Wir sind die Mauer. Das Volk muss weg“) und Gips jeweils noch einen Solotrack zum besten.
Nach dem Konzert blieb noch etwas Zeit für einen kurzen Plausch mit der Band und für eine Fotosession.
Für den Geschmack der anwesenden WBUC hätte der Sound noch ein paar Dezibel mehr vertragen, aber soll den Abend nicht schmälern, den die Crew noch bis spät in die Nacht bei frisch gezapften Pints ausklingen ließ. Cheers @ Däniel und Os.

Vier Haudegen mit Herz und Hirn, die mit Vorliebe linke Haken verteilen und Rap aus Hamburg wieder nach vorne bringen. Acht Fäuste für ein Hip Hop Hallelujah!

Ticket: 19.06.2015 | 21 Uhr | Kulturzentrum Schlachthof | Eintritt: 14/11 Euro

Salsiccia goes Maledivs

Nachdem im letzten Sommer Slowenien bereist wurde, sollte es dieses Jahr mit Sri Lanka und den Malediven deutlich exotischer werden.

Der grobe Reiseverlauf stand ca. 7 Tage vor Abreise, die meisten Unterkünfte waren gebucht, sodass die üblichen Plattformen nach evtl. Spielen abgesucht werden konnten. Doch die Suche gestaltete sich schwieriger als erwartet.

In Sri Lanka interessiert die Menschen nur Cricket, neulich verlor die Fußball Nationalmannschaft Ihr WM Qualifikationsspiel gegen den letzten der FIFA Rangliste Butan vor ca. 800 Zuschauern. Soviel also zum Stellenwert von König Fußball. Hier hat der Blatter Sepp wohl noch nicht ausreichend Bestech… ääh Aufbauhilfe geleistet.

Also mal die Malediven checken…Auf den Malediven gibt es nur ein richtiges Stadion, dass Rasmee- Dhandu Stadion mit 11 850 Plätzen in der Hauptstadt Malè. Bei nur einer Zwischenübernachtung vor Abreise auf unsere eigentliche Urlaubsinsel brach ich hier die Suche recht schnell ab und entschied es einfach auf Kollege Zufall ankommen zu lassen. Auf irgendeinem Bolzplatz sollten doch sicher ein paar Jungs und für das Kreuzchen im Informer von mir aus auch ein paar Mädels gegen die Lederkugel treten…

Auf Sri Lanka hatte ich leider Pech, außer an jeder Ecke Cricket spielender Jugendlicher war hier absolut nix zu machen…

Aber dann- die Ankunft auf den Malediven- was erblicken die müden Augen?! FLUTLICHT!!! Bääm, das einzige Stadion des Landes hatte seine Lichter für die Salsiccia Crew angeknipst, wie geil ist das denn?! Strahlten meine Augen beim Anblick der hell erleuchtet Masten, gingen Ingas Mundwinkel doch eher nach unten… Sollte ich tatsächlich übersehen haben das hier, genau heute Abend die Nationalelf ihr entscheidendes WM Quali Spiel absolviert, oder die Ozeanische Champions League ausgespielt wird, oder zumindest DAS Stadtderby Malè`s stattfinden sollte?

Nachdem mir weder auf der Fähre, noch auf der Taxifahrt, noch in unserem gruseligem Hotel („Football?! Yes, very good food here“ „Stadium?! Yes, yes you can wash here…“) jemand beantworten konnte welch unfassbarer Kracher hier heute Abend stattfinden sollte waren meine Ansprüche schon bei „naja, Hauptsache Ball, 2 Tore und 22 Spieler angekommen…“

Nachdem ich Inga davon überzeugt hatte das es nach 4 stündiger Busfahrt bei 35 Grad in Sri Lanka und 2 stündigem Flug von Columbo nach Malé völliger Blödsinn ist sich unbedingt duschen zu müssen, machten wir uns schnurrstracks zum Stadion auf… Malè ist eine der dich bevölkertsten Hauptstädte der Welt, hier leben 47.000 Menschen auf 1 Km² (!!!), dazu pro Bewohner ungefähr 3 Scooter, unfassbar voll und stressig das Ganze.

Um es kurz zu machen- Nach wahnsinnig anstrengendem gerenne durch die Stadt, waren die Flutlichter am Himmel plötzlich verschwunden, kein Licht mehr, nix, in dem Stadion fand heute garnix statt, die Masten wurden wohl nur zum Test, zur allgemeinen Belustigung oder einfach zum Ärgern des wohl einzigen Hoppers auf der Insel angemacht, ja leck mich doch…!

Nach dem Platzen des Traums vom Kreuzchen auf den Malediven, schlürten wir Richtung Night Market, und ich erblickte wieder kleine Flutlichter, innerlich dachte ich schon, „jajaa, jetzt wollen die dich komplett verars….“ Doch siehe da, der örtliche Futsal Verein PK Boduberu richtete sein alljährliches Turnierchen aus, immerhin.

Schnell noch auf dem Night Market ein bisschen was zu essen geholt, und ab auf die kleine schnuckelige Tribüne um zumindest 1-2 Spielchen zu gucken. Gespielt wurde im Modus jeder gegen jeden, Spielzeit 10 Minuten. Neben uns hatte sich sogar eine kleine Fangruppe positioniert, ausgerüstet mit einer kleinen Fahne. Nachdem die Jungs uns entdeckt hatten und vor allem meine Kamera, wurde richtig Gas gegeben. Natürlich kein Support, aber lustige Pöbeleien gegen die gegnerische Mannschaft, kleine Laola Wellen und ein paar Zwischenrufe.

Prahlte ich immer „leicht“ überheblich das ich in Ländern wie Costa Rica, Thailand und sicher auch auf den Malediven mit Abstand Rekordnationaltorhüter geworden wäre (hätte, hätte Fahrradkette…) wurde ich hier wohl endgültig eines besseren belehrt. Ich war absolut begeistert von den Aktionen der Keeper. Die stürzten sich mit voller Wucht auf den Sand- Kies- Schotter Belag, hechtetet in den Winkel und sprangen vor jeden einschussbereiten Stürmer. Alles natürlich in kurzer Buchse. Und unsereiner beschwert sich über einen Kunstrasen in nicht mehr ganz optimalem Zustand.

Während des Spiels gab es noch ein Feuerwerk, was ich natürlich direkt einer verrückten anrückenden Horde gewaltbereiter, hochmotivierter Maledivischer Ultras zuordnete. Kam aber leider nur vom angrenzenden Night Market. Obwohl ich mir nach wie vor nicht sicher bin, wurden sicher von der Maledivischen Polizei abgefangen, eingekesselt und direkt abgeführt, heheee…!

Nach 2 Spielen und 3 Toren machten wir uns satt und zufrieden wieder Richtung Gruselhotel.

So sollte ich doch noch in den Genuss eines kleinen fußballerischen Highlights kommen. Denn was zählt ist die Liebe zum runden Leder, egal ob im großen Stadion, oder auf dem kleinen Bolzplatz.

CR für Salsiccia

Fakten:
08.06.2015 | 22:00h |
Stadion: Estadio Futsalo Malè
Wettbewerb: Club PK Boduberu Futsal Challenge 2015
Zuschauer: 50
Eintrittskarte: Free Entry
Culinaria: Teigfladen (eher trocken)

„Kill all the white man“

Keine Ahnung warum, ab der NoFx-Klassiker avancierte zum Ohrwurm an diesem Abend – trotz grammatikalischer und inhaltlicher Mängel :-)
Stell‘ dir vor es ist „Just White“-Party des örtlichen Radiosenders, 30.000 gehen hin, und parallel dazu spielt eine deiner Lieblingsbands in derselben Stadt vor 300 Fanatikern.
Unschöne Szenen, die sich im Vorfeld des „Sondaschule“-Konzerts auf dem „Hessentag“ in Hofgeismar vor unseren Augen abspielten: Deutsche Partykultur in ihrer Reinform – warum dann noch nach Malle reisen, Fußball-WM ist auch nicht – aber da gibt es ja noch „Just White“.
Junggesellabschiede, Jugendefeuerwehren, Kegelclubs – you‘re welcome – not.
Positiv zu erwähnen ist eine Bratwurst vom Wildschwein (3€), die im Vorfeld des Konzerts die hungrigen Mägen füllte.

Ich weiß auch nicht was in den Köpfen der Organisatoren vorging als sie entschieden die angestaubten Alt-Spaß“rocker“ von den „Rodgau Monotones“ aus Südhessen mit den jungen, dynamischen:-) Jungs der „Sondaschule“ aus dem Westen der Republik zu kombinieren und diese dann in Zelt, mit einer Kapazität für rund 6.000 Zuschauer, zu stecken und dann noch 25 EUR Eintritt zu nehmen.
Gänzlich verschiedene Zielgruppen und bei diesem Tarif defintiv ein Grund zu verzichten. Absolut nachvollziehbar. Durch glückliche Fügungen kam ich den Besitz von Freikarten, sodass sich der Besuch als relativ kostenneutral darstellte.

Costa Cannabis wusste auch nicht so recht wie ihm geschah, als er sich vor Konzertbeginn nochmal unter den Mob mischte. Mittags hatten sie noch „Rock am Ring“ gerockt und jetzt der Kontrast in großem XXL-Zelt und eher magerem, dafür nicht weniger motivierten, Zuschauerspruch.

Irgendwann, kurz nach 22 Uhr, hatten die Monotones die Bühne geräumt und den Weg frei für die „Sondaschule“ gemacht bei einer ihrer Stationen der „Schön kaputt“ Sommertour und passend zum bevorstehenden Release des „Schön kaputt“ Albums.
Eins war schnell klar: Die anwesende „Sondaschule“-Meute war topmotiviert und gab alles um den Jungs den verpasstet FooFighters Auftritt bei RaR erträglich zu gestalten. Songs des neuen Albums fanden ein gesundes Mischverhältnis mit den alt bekannten Gassenhausern zu denen getanzt, gepogt und geklatscht wurde. Der Auftritt ließ keine Wünsche übrig. Die neuste Single Auskopplung mit dem Ohrwurm „Es gibt nur Dur – in Mülheim-Ruhr“ durfte natürlich auch nicht fehlen.
Nach dem Konzert hing die Band noch beim Merchstand ab, sodass noch Zeit für einen Schnappschuss mit der WBUC-Abordnung war.
Auf ein Abschlussgetränk verzichteten wir, um vor dem „weißen Partymob“ den Zug Richtung Heimat zu entern.

Ticket: 06.06.2015, Hessentag Hofgeismar, 25 EUR – Dank Stefanito kostenneutral. Gracias

„Homophobie im Sport“ mit jntlv

Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen –
Public Viewing und kritische Begleitung

„…Besonders interessant wird es dann am Donnerstag den 11.06.2015 mit einem Vortrag inklusive angeschlossener Diskussion von Jan Tölva zum Thema „Homophobie im Sport“ um 18.00 Uhr im K19.“

Wann: 06.06.2015
Wo: Kulturzentrum K19 in Kassel
Wer: https://jntlv.wordpress.com/
Link *klick*

Love A – „Jagd & Hund“ | Goldgrube

Spontane Ideen sind meist die besten.
So ging es kurzerhand mit weit angereistem Besuch in die Kasseler „Goldgrube“, wo die Band „Love A“ ihr Stelldichein gab.
„Du wünschst Dir Facetime mit Kathrin – ich wünsche mir meine Faust in Dein Gesicht.“
Bisher war mir nur diese Textzeile der Jungs bekannt – nicht mehr nicht weniger. Beste Voraussetzungen also, um völlig unbedarft neue Klängen in die Ohrmuschel dringen zu lassen.
Die kleine aber feine Location „Goldgrube“ dürfte dem „Mutter“-Publikum ein Begriff sein, für mich war es heute auch eine Premiere.
Das aktuelle Album der „Post-Punk“-Band aus Trier nennt sich „Jagd & Hund“, erschienen beim Punklabel „Rookie Records“.“ Casselfornia ist eine der Stationen auf der Tour zum Album.
Gegen 22 Uhr erklangen die ersten Töne von der Bühne. Vorband an diesem Abend war „Augen auf“ aus Hann. Münden, deren Schlagzeuger im Gedächtnis blieb, da er aufgrund eines Snowboardunfalls nur mit einem Arm und Hand aktiv sein konnte, was den 30-minütigen Auftritt aber nicht schmälerte.
Wer sich von durchaus etwas ungewöhnlichen Namen (vormals: „Love Academy“) nicht vom Konzertbesuch abschrecken ließ, erlebte einen 1a-Auftritt der Jungs um Frontman und Sänger Jörkk. Es fällt mir wahrlich schwer den Musikstil zu beschreiben. Irgendwo hatte ich mal folgendes Zitat eines Bandmitglieds gelesen, was es ziemlich gut trifft: „Zu poppig für die Punker, zu punkig für die Indiedisko, aber trotzdem ganz gut“.
Das Flaschenbier aus dem Hause „Warburger“ schmeckte auch und während des Konzert ließ es sich unsere Reisegruppe nicht nehmen der Band auf ausdrücklichen Wunsch Wodka zu reichen. Gern geschehen. „Nastrovje!“
Die rund 100 Gäste konnten um Mitternacht auch Jörkks 40. Geburtstag [Korrektur Jörkk: „38, du Penner“ – sorry] mit einem kleinen „Happy Birthday“ beiwohnen.
Das treue und durchaus enthusiastische und vor allem textsichere Publikum dankte der Band für einen klasse Auftritt an diesem Abend und es waren einige anwesend, die „Love A“ bereits bei ihrem ersten Auftritt im „A.R.M.“ gesehen hatten.

Ticket: 25.04.2015, Goldgrube Kassel, AK 10 EUR – schickes Hardcoverticket


Vodka-Break


Jörkk


„Augen auf!“

Κύπρος | Zypern | Θύρα 39

coming soon…